Wenn ein Film seinen Helden nie ohne Helm zeigt und auf Humor ebenso konsequent verzichtet wie auf moralische Erlösung, dann ist das entweder künstlerisches Kalkül oder schlichte Sturheit. Im Fall von Pete Travis' „Dredd" aus dem Jahr 2012 ist es beides zugleich – und genau diese Uneindeutigkeit macht den Film so bemerkenswert. Karl Urban spielt einen Mann, der Urteile spricht, ohne zu zweifeln. Ob das sehenswert ist?