I, Tonya
Im Januar 1994 hörte die Welt den Aufschrei einer Eiskunstläuferin – und schaute nie mehr weg. Nancy Kerrigans verletzte Stimme wurde zum Soundtrack eines Skandals, der seinesgleichen sucht. Tonya Harding, ihre schärfste Rivalin, war danach nicht mehr einfach eine Sportlerin, sondern eine Projektionsfläche für alles, was Amerika an sich selbst ablehnend betrachtete. Craig Gillespies „I, Tonya“ erzählt, was hinter diesem Bild steckte – und stellt dabei eine unbequeme Frage: Wer schreibt eigentlich, wer die Böse ist?