Everything Everywhere All at Once
Sieben Oscars, ein Bagel als Symbol des Nichts und eine Steuerprüfung, die zur Schlacht wird – „Everything Everywhere All at Once“ entzieht sich jeder Schubladisierung. Daniel Kwan und Daniel Scheinert haben 2022 einen Film geschaffen, der Martial-Arts-Choreografien mit existenziellen Fragen verschränkt und dabei das Multiversum nicht als Marketing-Vehikel begreift, sondern als emotionalen Resonanzraum. Michelle Yeoh trägt diese Mehrfachexistenz mit einer Beiläufigkeit, die staunen lässt. Was bleibt von einem Werk, das alles gleichzeitig sein will?