Die besten Actionfilme auf einen Blick

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Der Medicus

Ein englischer Waisenjunge, der sich als Jude verkleidet, um in Persien Medizin zu studieren – dieser Stoff klingt nach einem Abenteuer, das man nicht aus der Hand legen kann. Noah Gordons Weltbestseller fesselte in Deutschland mehr als sechs Millionen Leser, bevor Regisseur Philipp Stölzl ihn 2013 mit einem Budget von 26 Millionen Euro auf die Leinwand brachte. Zwei Welten, zwei Zeitalter, ein Held: Was macht dieser Film aus dem Stoff?

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Men in Black 3

Franchises kehren selten gut zurück, wenn zu lange gewartet wurde. „Men in Black 3″ versuchte es dennoch – nach einem Jahrzehnt Stillstand, einem problematischen Drehabbruch und einem Drehbuch, das bis in die Produktion hinein umgeschrieben wurde. Dass dabei ein Film entstand, der seinen Vorgänger deutlich übertrifft und gleichzeitig eine echte emotionale Erzählung über Verlust und Loyalität entwickelt, grenzt an eine Produktionswundergeschichte.

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Jupiter Ascending

Sie putzt die Wohnungen reicher Leute – und erbt dabei nebenbei die Erde. Das klingt absurd, und „Jupiter Ascending“ weiß das auch. Die Wachowskis haben 2015 eine Weltraumoper inszeniert, die sich weder um Genre-Konventionen noch um die Erwartungen ihres Publikums schert: opulentes Design, eine weibliche Heldin jenseits des Action-Klischees, ein galaktisches Erbfolge-Drama mit echter konzeptueller Tiefe. Ob das Experiment trotz aller Reibungsverluste trägt, lässt sich nicht mit einem Satz beantworten – oder doch?

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White House Down

Zwei Filme über den Sturm auf das Weiße Haus, wenige Monate auseinander – ein Timing, das einem der beiden unweigerlich zum Verhängnis werden musste. Roland Emmerichs „White House Down“ traf 2013 auf ein Publikum, das dieses Szenario bereits gesehen hatte. Das ist historisch belegt. Was jedoch weniger diskutiert wird: Wäre der Film unter anderen Vorzeichen gestartet, hätte er als solider Vertreter des Hochspannungs-Actionkinos gelten können – doch was genau macht ihn trotz allem sehenswert?

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Logan Lucky

Steven Soderbergh hatte dem Kino 2013 den Rücken gekehrt – frustriert, desillusioniert, fertig mit dem Hollywoodbetrieb. Vier Jahre später kehrt er zurück, ohne sich dem System zu beugen: „Logan Lucky“ entstand vollständig ohne Studiofinanzierung, mit einem Ensemble aus Superstars und echten NASCAR-Piloten, gedreht in den ärmsten Regionen der USA. Was dabei entstand, klingt nach einem Experiment – fühlt sich aber an wie ein Befreiungsschlag.

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Terminator

Ein nackter Mann fällt aus blauen Blitzen in eine dreckige Gasse von Los Angeles, eine Kellnerin bedient ahnungslos ihre Gäste, und im Hintergrund beginnt ein Krieg, den noch niemand sieht. James Cameron drehte 1984 mit bescheidenem Budget einen Film, der die Grammatik des Science-Fiction-Kinos für immer verschob. Metallischer Herzschlag, Neonlicht, eine Jagd ohne Pause. Wie viel Kinogeschichte steckt wirklich in einem Low-Budget-Thriller, der eigentlich nur eine einzige Nacht erzählen will?

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Ghost Rider

Fünfzehn Jahre brauchte Hollywood, um den Ghost Rider auf die Leinwand zu bringen. Fünfzehn Jahre Entwicklungsschleifen, verpasste Casting-Entscheidungen und verschobene Starttermine – bis Nicolas Cage 2007 endlich als feuriger Schädelreiter durch die Nacht brannte. Ob sich das lange Warten gelohnt hat und was der Film aus dem düsteren Marvel-Stoff mit seinen Horror- und Western-Wurzeln gemacht hat, zeigt unsere ausführliche Kritik.

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Timecop

Zeitreisefilme versprechen stets mehr, als sie einlösen können. Paradoxien, Identitätsfragen und moralische Dilemmata warten auf ihre filmische Entfaltung. Peter Hyams versuchte 1994 den Spagat zwischen physikalischem Gedankenspiel und handfester Action. Mit Jean-Claude Van Damme als Agent einer Zeitpolizei und Ron Silver als korruptem Senator entstand ein kommerziell erfolgreiches Stück Science-Fiction-Kino. Der Film wurde zum größten Hit des Belgiers und brachte ihm eine Saturn-Auszeichnung für Mia Sara ein. Hält die Mischung aus Quantenmechanik und Kampfsport einer Betrachtung nach drei Jahrzehnten stand?

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6 Underground

Michael Bay hat sich nie für subtile Erzählkunst interessiert. Mit „6 Underground“ liefert er 2019 die radikalste Verdichtung seiner Handschrift ab, die Netflix mit einem neunstelligen Budget finanzierte. Ryan Reynolds anführt eine siebenköpfige Truppe namenloser Geister, die einen Nahost-Diktator stürzen soll. Zwischen Parkour über Florentiner Kathedralen und magnetischen Impulsen auf Luxusyachten entfaltet sich ein Feuerwerk aus Bildern, Farben und Explosionen.

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Far Cry

Videospielverfilmungen haben es schwer – sie müssen ein Publikum überzeugen, das die Vorlage kennt und liebt, und gleichzeitig jene abholen, die das Spiel nie berührt haben. Uwe Bolls Interpretation des Crytek-Klassikers aus dem Jahr 2004 entschied sich für einen dritten Weg: Sie ignorierte beide Zielgruppen gleichermaßen. Mit einem Budget von 34 Millionen Euro, Til Schweiger in der Hauptrolle und einem Drehort in den Wäldern Kanadas – statt auf einer tropischen Insel – stellt sich die Frage: Was blieb von „Far Cry“ am Ende wirklich übrig?

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Killer’s Bodyguard

Ein akribischer Personenschützer und ein notorischer Auftragskiller teilen sich gezwungenermaßen einen Fluchtwagen. Was wie die Versuchsanordnung für einen Witz klingt, ist die Grundprämisse von Patrick Hughes‘ Actionkomödie aus dem Jahr 2017. Ryan Reynolds spielt den zwanghaften Bryce, Samuel L. Jackson den lässig-zynischen Kincaid, und zwischen ihnen entfaltet sich eine Spannung, die mehr verspricht, als das Drehbuch am Ende einlöst. Die Verfolgungsjagd durch Amsterdam bleibt dennoch unvergessen. Wie viel Genre-Erwartung verträgt eine Story, die sich selbst kaum ernst nimmt?

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Codename U.N.C.L.E.

Es gibt Filme, die ihr Publikum suchen müssen, weil sie zu eigenständig für schnelle Erfolge sind. „Codename U.N.C.L.E.“ ist so ein Film. Guy Ritchies Adaption der gleichnamigen Kultserie beeindruckt mit einem ungewöhnlich ruhigen Inszenierungsstil, einem Soundtrack, der den Zeitgeist der Sechziger ohne Ironie-Overload zitiert, und Figuren, die man gerne länger begleitet hätte.

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True Lies – Wahre Lügen

Ein Geheimagent, der zu Hause den biederen Softwarevertreter mimt, und eine Ehefrau, die aus Langeweile einem falschen Spion verfällt: James Cameron verwandelt diese französische Komödienvorlage 1994 in ein Actionspektakel mit Atomsprengköpfen, Harrier-Düsenjets und einem Tango, der zur Filmgeschichte wurde. Arnold Schwarzenegger und Jamie Lee Curtis liefern sich in „True Lies – Wahre Lügen“ ein darstellerisches Duell zwischen Eheroutine und Explosion.

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Assassin’s Creed

Videospiele und Kino teilen mehr als nur Bilder und Klang – sie teilen den Anspruch, Welten zu erschaffen, in die man eintaucht. Als 2016 die Spielreihe „Assassin’s Creed“ auf die große Leinwand kam, war die Erwartung enorm: Starbesetzung, ein dreistelliges Millionenbudget, ein Regisseur mit Gespür für düstere Historiendramen. Was dabei entstand, ist ein Film zwischen Faszination und Frustration.

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Transformers: The Last Knight

Es gibt Filme, die ihren Anspruch klar benennen. Und es gibt Filme wie „Transformers: The Last Knight“, die diesen Begriff schlicht umgehen. Michael Bay verbindet in seinem fünften Teil der Reihe mittelalterliche Sagenwelt mit kybernetronischer Mythologie, wirft Zweiten Weltkrieg und planetare Kollision in denselben Topf und dreht das Ganze in IMAX-3D. Ein Blockbuster, der seine eigene Maßlosigkeit feiert – mit 260 Millionen Dollar Budget und sechs Cutter-Händen am Schneidetisch. Was macht das mit einem Film?

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Legend of Tarzan

Er schwang sich einst als popkulturelle Ikone durch den Dschungel – laut, kernig, unkompliziert. 2016 wagte Hollywood eine neue Lesart: Tarzan als zerrissener Aristokrat, als Mann zwischen zwei Welten, der nach einem Jahrzehnt in London wieder in sein altes Leben zurückgezogen wird. David Yates, bekannt durch die Harry-Potter-Reihe, übernahm die Regie und besetzte Alexander Skarsgård in der Hauptrolle.

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Sherlock Holmes

Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv hat Generationen von Lesern und Kinozuschauern fasziniert – mit seiner Kälte, seinem Scharfsinn, seiner Distanz zur Welt. Guy Ritchie und Robert Downey Jr. haben 2009 diese Figur radikal neu gedacht: ungepflegt, körperlich, laut. Für die einen war das Sakrileg, für die anderen eine überfällige Befreiung von einem Image, das mehr Klischee als Kanon war.

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Inglourious Basterds

Es gibt Filme, die mit ihrer Zeit brechen, weil sie sich weigern, ihr zu gehorchen. Quentin Tarantinos kontrafaktisches Kriegsepos von 2009 gehört zu jenen Werken, die Geschichte nicht rekonstruieren, sondern sie nach eigenen Regeln neu schreiben. Frankreich im Zweiten Weltkrieg dient dabei als Bühne, auf der Sprache zur tödlichsten Waffe wird und das Kino selbst die entscheidende Rolle übernimmt. Kann ein Film die Vergangenheit korrigieren – und was sagt das über die Macht der Leinwand aus?

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The Raid

Ein Hochhaus in Jakarta, ein winziges Budget, eine Kampfkunst, die der Westen kaum kannte – und ein walisischer Regisseur, der all das zu einem der intensivsten Actionfilme des Jahrzehnts zusammenführte. Gareth Evans drehte „The Raid“ 2011 für rund 1,1 Millionen Pfund und schuf damit ein Werk, das Hollywood-Produktionen mit zehnfachem Budget in puncto Körperlichkeit und Inszenierungspräzision weit hinter sich ließ.

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Kill Bill – Volume 1

Sechs Jahre hatte Quentin Tarantino sein Publikum warten lassen, bevor er 2003 mit einem blutigen Paukenschlag zurückkehrte. Sein viertes Regiewerk erzählt die Geschichte einer Frau, die aus vierjährigem Koma erwacht und eine Todesliste abarbeitet. Uma Thurman, Lucy Liu und Sonny Chiba bewegen sich durch eine Welt, die sich wie ein handgemalter Bilderbogen entfaltet. Zwischen Anime-Rückblende und verschneitem Schwertduell entsteht ein eigenwilliges Genre-Konstrukt.

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