Terminator

Wenn im Herbst 1984 ein Film die Kinos erreicht, der mit bescheidenen Mitteln, einem fast wortkargen Hauptdarsteller und einer scheinbar simplen Jagdprämisse auskommt, rechnet niemand mit einem Kulturphänomen. Genau das geschah mit „Terminator„. James Cameron inszenierte seinen Stoff als harte, metallische Ballade über Determinismus und Menschlichkeit. Der Film wirkt bis heute wie ein kühler Schlag ins Genre-Gesicht. Zwischen Neonlicht und Schmieröl entsteht ein Mythos, der die Science-Fiction nachhaltig verändern sollte.

Terminator
Dauer: 107 Min.
FSK: 18 (DE)
Jahr: 1984
Kategorien: Action
Regie: James Cameron
Produzenten: Gale Anne Hurd
Hauptdarsteller: Arnold Schwarzenegger, Michael Biehn, Linda Hamilton
Nebendarsteller: Paul Winfield, Lance Henriksen, Rick Rossovich, Bess Motta
Studio: Hemdale, Pacific Western

Cameron verbindet die Mechanik des Thrillers mit einer zeitreisenden Parabel über Schicksal und Widerstand. Das Erzählte bleibt überschaubar, das Erzählte jedoch vibriert vor Bedeutung. Arnold Schwarzenegger verkörpert eine Maschine, die nichts empfindet und alles will. Linda Hamilton wandelt sich vor den Augen des Publikums von der Kellnerin zur zukünftigen Mutter eines Erlösers. Die Kamera liebt das Halbdunkel, die Musik pulsiert metallisch im Takt der Angst. Welche Fragen stellt dieser Film, die wir heute noch immer nicht abschließend beantwortet haben?

Besetzung, Regie und Drehorte

Regie und Drehbuch stammen von James Cameron, der gemeinsam mit Gale Anne Hurd für das Skript verantwortlich zeichnet. Hurd übernahm zugleich die Produktion für Orion Pictures. Die Kamera führte Adam Greenberg, für den Schnitt war Mark Goldblatt zuständig. Brad Fiedel komponierte die metallisch pulsierende Filmmusik. Der Film „Terminator“ entstand mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget von 6,4 Millionen Dollar. Gedreht wurde zwischen März und Mai 1984 überwiegend in Los Angeles und im Umland.

In der Hauptrolle des T-800 agiert Arnold Schwarzenegger, dessen Wortanteil auf lediglich 17 Sätze beschränkt bleibt. Michael Biehn verkörpert den Widerstandskämpfer Kyle Reese, Linda Hamilton spielt Sarah Connor. Paul Winfield und Lance Henriksen treten als Lieutenant Traxler und Detective Vukovich auf. Earl Boen übernimmt die Rolle des Dr. Peter Silberman, Bess Motta und Rick Rossovich sind als Ginger und Matt zu sehen. Dick Miller tritt als Waffenverkäufer auf, Bill Paxton gibt einen der drei Punks.

Die Schauzeit beträgt 107 Minuten, die Altersfreigabe liegt bei FSK 16. Der Showdown entstand in einer Fabrikhalle in City of Industry, die Schlussszene in Sun Valley. Auf der Saturn-Award-Verleihung 1985 erhielt der Film Preise als bester Science-Fiction-Film, für das Drehbuch und das Make-up von Stan Winston. 2008 wurde das Werk ins National Film Registry aufgenommen.

Handlung & Inhalt vom Film „Terminator“

Im Jahr 2029 liegt die Erde nach einem Atomkrieg in Trümmern. Intelligente Maschinen haben die Herrschaft übernommen und dezimieren die letzten Menschen. Ein Anführer namens John Connor organisiert den Widerstand und steht kurz vor dem Sieg über das zentrale Maschinennetz Skynet. Als letzter Ausweg schicken die Maschinen einen Terminator in das Jahr 1984 zurück. Der Auftrag: Sarah Connor zu töten, bevor sie den späteren Retter gebären kann. Der Widerstand reagiert. Kyle Reese wird ebenfalls durch die Zeit geschickt, um Sarah zu beschützen. Beide treffen nackt in einer nächtlichen Großstadt ein.

Der Terminator verschafft sich Kleidung, indem er drei Punks angreift, und tötet anschließend einen Waffenhändler, um sich zu bewaffnen. Im Telefonbuch findet er drei Frauen namens Sarah Connor und beginnt sie der Reihe nach zu töten. Reese hingegen stiehlt Kleidung aus einem Geschäft und eine Flinte aus einem Polizeiwagen. Er kennt Sarahs Gesicht von einem Foto, das ihm John Connor in der Zukunft mitgegeben hat. Sarah lebt mit ihrer Freundin Ginger in einer Wohnung und arbeitet als Bedienung. Im Fernsehen erfährt sie von den Morden an ihren Namensschwestern. Panik ergreift sie.

Flucht durch eine feindliche Nacht

Sarah flüchtet daraufhin in die Diskothek Tech-Noir am Pico Boulevard und hinterlässt zuvor auf dem Anrufbeantworter ihrer Wohnung eine Nachricht mit ihrem Aufenthaltsort. Allerdings fängt der Terminator diese Nachricht ab, nachdem er bereits Ginger und deren Freund Matt getötet hat. In der Diskothek eröffnet er schließlich das Feuer, woraufhin Reese eingreift, Sarah rettet und anschließend mit ihr flieht. Obwohl die Waffen des Jahres 1984 die Maschine nur kurzzeitig außer Gefecht setzen, bleibt die Bedrohung bestehen. Nach einer anschließenden Verfolgungsjagd wird Reese jedoch von der Polizei festgenommen, sodass Sarah allein Schutz auf dem Revier sucht.

Kurz darauf dringt der Terminator in die Polizeistation ein und richtet dort ein regelrechtes Massaker unter den Beamten an. Sarah und Reese entkommen nur knapp und verschanzen sich daraufhin in einem Motel. Dort beginnt Reese, aus frei verkäuflichen Materialien selbstgebaute Rohrbomben zu fertigen, während die Lage weiter eskaliert. Gleichzeitig ruft Sarah ihre Mutter an, ohne zu wissen, dass der Terminator diese bereits ermordet hat und nun ihre Stimme imitiert. Dadurch verrät sie ihm unwissentlich ihren Standort. In dieser Nacht entsteht zwischen Reese und Sarah zudem eine enge Verbindung, aus der später ihr Sohn John hervorgehen wird. Schließlich trifft der Terminator erneut ein.

Daraufhin beginnt eine letzte, unerbittliche Verfolgungsjagd: zunächst auf dem Motorrad, später mit einem Tanklastwagen nimmt der Terminator erneut die Spur auf. Obwohl Reese den Laster mit einer Rohrbombe sprengt, erhebt sich das metallene Skelett aus den Flammen und setzt die Jagd fort. In einer Fabrik erreicht der Kampf schließlich seinen Höhepunkt, wobei Reese im Verlauf einer weiteren Explosion stirbt, die den Terminator in Stücke reißt. Dennoch verfolgt der beschädigte Oberkörper Sarah weiter, bis sie ihn schließlich in einer hydraulischen Presse endgültig zerstört. Schließlich fährt die schwangere Sarah Monate später nach Mexiko in ein aufziehendes Gewitter hinein.

Filmkritik und Fazit zum Film „Terminator“

Terminator“ offenbart, wie präzise James Cameron mit begrenzten Mitteln arbeitet. Das knappe Budget zwingt den Film zur Konzentration, und genau diese Verknappung wird zur Stärke. Adam Greenbergs Kamera hüllt Los Angeles in nächtliches Blau und fettiges Gelb. Brad Fiedels synthetischer Score wirkt wie ein Herzschlag aus Metall und bleibt im Ohr. Schwarzeneggers Maschinenspiel gewinnt durch seine Reduktion eine beinahe beunruhigende Wucht. Michael Biehn und Linda Hamilton tragen die menschliche Seite mit bemerkenswerter Glaubwürdigkeit.

Die Inszenierung lebt von einem unerbittlichen Tempo, das dennoch Räume für Ruhe findet. Cameron setzt keine Pause ohne Grund, keine Action ohne Konsequenz. Die Eröffnung der Polizeistation zählt zu den eindringlichsten Sequenzen des Genrekinos, ebenso der Showdown in der Fabrik mit seinen stroboskopischen Rotlichtern. Die Effekte wirken heute sichtbar altersschwach, wenn das Endoskelett aus Stop-Motion-Technik entsteht. Doch gerade diese handgemachte Härte trägt zur bedrohlichen Physis der Maschine bei. Die Musik setzt den mechanischen Rhythmus der Verfolgung.

Cameron gelingt ein seltenes Kunststück. Er verbindet B-Movie-Grammatik mit philosophischem Unterbau und liefert dabei ein Stück Genrekino von zeitloser Härte. Die schlanke Handlung, das reduzierte Spiel und der klare Wille zur Konfrontation machen den Film zu einem Referenzwerk. Für Freunde des Science-Fiction-Kinos bleibt dieser Klassiker unverzichtbar. Wer Inszenierung ernst nimmt, wird hier reich belohnt.

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