Spider-Man: Brand New Day
Spider-Man: Brand New Day knüpft an bekannte Ereignisse an und verbindet Science-Fiction mit Superhelden-Elementen. Gleichzeitig rückt der Film Erinnerung, Identität und persönliche Verantwortung in den Mittelpunkt. Dabei verändert eine frühere Entscheidung das Leben des Helden dauerhaft. Außerdem entstehen neue Konflikte, während alte Verbindungen unerwartet zurückkehren. Dadurch entwickelt sich ein Szenario, das vertraute Figuren in veränderten Situationen zeigt.

| Dauer: | 150 Min. |
|---|---|
| FSK: | 12 (DE) |
| Jahr: | 2026 |
| Kategorien: | Science-Fiction |
| Regie: | Destin Daniel Cretton |
| Produzenten: | Kevin Feige, Amy Pascal, Rachel O'Connor, Avi Arad |
| Hauptdarsteller: | Tom Holland, Sadie Sink, Tramell Tillman |
| Nebendarsteller: | Zendaya, Jon Bernthal, Jacob Batalon, Mark Ruffalo |
| Studio: | Marvel Studios, Columbia Pictures, Pascal Pictures, TSG Entertainment |
Peter Parker schützt New York weiterhin als Spider-Man, obwohl niemand seine wahre Identität kennt. Währenddessen begegnet er früheren Weggefährten, die ihn vollständig vergessen haben. Zugleich führen rätselhafte Angriffe auf das DODC zu einer gefährlichen Telepathin. Schließlich muss Peter seine veränderten Kräfte beherrschen und schwierige Entscheidungen treffen. Kann er verlorenes Vertrauen dennoch wieder aufbauen?
Besetzung, Regie und Drehorte
„Spider-Man: Brand New Day“ erschien 2026 als Science-Fiction-Actionfilm mit einer Laufzeit von 145 Minuten und einer FSK-Freigabe ab 12 Jahren. Regie führte Destin Daniel Cretton. Das Drehbuch schrieben Chris McKenna, Erik Sommers und Justin Kuritzkes. Michael Giacchino komponierte die Filmmusik, während Brett Pawlak die Kamera übernahm. Nat Sanders, Gina Sansom und Harry Yoon verantworteten den Schnitt. Avi Arad, Kevin Feige, Rachel O’Connor und Amy Pascal produzierten den Film. Tom Holland spielt erneut Peter Parker beziehungsweise Spider-Man. Zendaya verkörpert Michelle „MJ“ Jones-Watson, Jacob Batalon übernimmt die Rolle von Ned Leeds und Sadie Sink spielt Jean Grey.
Außerdem gehören Jon Bernthal als Frank Castle beziehungsweise Punisher, Mark Ruffalo als Dr. Bruce Banner beziehungsweise Hulk, Tramell Tillman als DODC-Direktor William „Bill“ Metzger, Liza Colón-Zayas als Detective Jean DeWolff, Florence Pugh als Yelena Belova beziehungsweise Black Widow, Michael Mando als Mac Gargan beziehungsweise Scorpion, Olivia Booth-Ford als Sara Grey sowie Fan Xiaoshuang als Snow zur Besetzung. Der Film setzt die Handlung von „Spider-Man: No Way Home“ fort. Gleichzeitig bildet er den 38. Spielfilm des Marvel Cinematic Universe und gehört außerdem zur Phase Sechs.
Die Dreharbeiten begannen Anfang August 2025 in Glasgow. Weitere Aufnahmen entstanden in New York City, Basingstoke, Dorchester sowie in den Pinewood Studios nahe London. Zusätzliche Nachdrehs erfolgten im April 2026 in London. Regisseur Destin Daniel Cretton gab den Abschluss der Dreharbeiten am 19. Dezember 2025 bekannt. Die Weltpremiere fand am 27. Juli 2026 im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Danach startete der Film am 29. Juli 2026 in den deutschen und österreichischen Kinos. Zwei Tage später folgte der US-Kinostart.
Handlung & Inhalt vom Film „Spider-Man: Brand New Day“
Vier Jahre nach Stranges Zauber kennt niemand mehr Peter Parker, deshalb schützt er New York anonym als Spider-Man. Von MJ und Ned hält er bewusst Abstand, obwohl beide früher sein Leben bestimmten. Während einer Verfolgung stoppt Peter Frank Castle, der einen Panzer jagt und dabei schwere Schäden riskiert. Das Fahrzeug rast anschließend in ein Gebäude der Schadenskontrollbehörde DODC. Schnell erkennt Peter, dass eine telepathische Person den Fahrer kontrollierte und anschließend mehrere Körper wechselte. So gelingt Mac Gargan die Flucht. Yelena Belova berichtet Peter von wiederholten Angriffen auf die Behörde wegen „V-Max“. DODC-Direktor Bill Metzger behauptet jedoch, davon nichts zu wissen.
Kurz darauf begegnet Peter MJ und Ned, die nach ihrem MIT-Abschluss nach New York zurückkehrten. Beide erkennen ihn nicht, was ihn schwer trifft. Am nächsten Morgen bemerkt Peter stärkere Sinne und organische Netze aus seinen Handgelenken. Er verfolgt Gargan, dessen Körper inzwischen erneut kontrolliert wird. Die Telepathin provoziert Peter gezielt, woraufhin er Gargan brutal zusammenschlägt und dabei einen Polizisten verletzt. Um seine Veränderungen zu begrenzen, bittet er Bruce Banner um Hilfe. Nach dessen Rat entwickelt Peter einen eigenen Hemmstoff und plant zusätzlich ein Mittel gegen telepathische Fähigkeiten. Doch die Gegnerin greift zuerst an, übernimmt MJ und wirft sie vom Dach.
Die Wahrheit über Jean und Sara
Peter rettet MJ und erkennt durch seine Kameras die Jugendliche Jean Grey als Angreiferin. Anschließend bringt er MJ zu Castles Versteck und vollendet beide Hemmstoffe. Jean stürmt später persönlich das DODC-Gebäude und kontrolliert dabei Bruce Banner. Im Kampf verliert Banner seinen Hemmstoff und verwandelt sich wieder in den Hulk. Castle greift ebenfalls ein, doch Jean übernimmt auch seinen Körper. Peter beruhigt Hulk, während Jean Castle zwingt, einen geschützten Bereich aufzubrechen. Schließlich setzt Peter ihr den Hemmstoff auf und beendet damit ihre Kontrolle. Bevor Jean das Bewusstsein verliert, nennt sie den Namen Sara. Metzger erklärt, Sara sei lediglich eine verstorbene Kollegin.
Zurück im Versteck findet MJ einen Brief, der Stranges Zauber und ihre Vergangenheit erklärt. Peter gesteht daraufhin seine Gefühle, doch MJ kann sie ohne Erinnerungen nicht erwidern. Trotzdem lädt sie den maskierten Spider-Man zu sich und Ned ein. Während des Treffens erwähnt MJ ihre Erinnerungslücke während Jeans Kontrolle. Dadurch erkennt Peter Metzgers Lüge und bittet Yelena um weitere Informationen. Geschwärzte DODC-Akten enthüllen schließlich, dass Sara Jeans Schwester und ebenfalls Telepathin war. Die Behörde hatte sie entführt. Peter dringt deshalb in das DODC-Gefängnis ein, während Metzger bereits Experimente an Jeans Geist durchführen lässt. Dort versteht Jean plötzlich die Bedeutung von „V-Max“.
Der vermeintliche Begriff stammt vom Schriftzug „Vent Max“ über Saras Zelle und erinnert Jean an ihren Tod. Voller Wut erzeugt sie ein psionisches Feld, das fast alle Menschen bewegungsunfähig macht. Peter bleibt widerstandsfähig, entfernt seinen Hemmstoff und besiegt die Hand-Ninjas mit neuen Kräften. Danach lässt er Jean seine Erinnerungen an Tante May sehen. Beide verstehen ihren gemeinsamen Verlust und versöhnen sich. Castle schießt dennoch auf Jean, doch Peter fängt die Kugel ab und wird schwer verletzt. Jean hält ihn telepathisch am Leben. Später verlässt sie New York, Metzger verschwindet und DODC wird untersucht. Peter nähert sich Ned wieder vorsichtig an.
Filmkritik und Fazit zum Film „Spider-Man: Brand New Day“
„Spider-Man: Brand New Day“ setzt bewusst auf eine ruhigere Erzählweise und vermeidet überladenes Spektakel. Destin Daniel Cretton führt sicher durch emotionale Konflikte und actionreiche Passagen. Gleichzeitig verleiht Tom Holland seiner Figur mehr Reife und spürbare Verletzlichkeit. Brett Pawlaks Kamera schafft markante Bilder, besonders während der weitläufigen Schwungszenen zwischen den Hochhäusern. Außerdem wirkt Michael Giacchinos Musik zurückhaltender und unterstützt die persönliche Atmosphäre. Einige Nebenfiguren erhalten jedoch weniger Raum, während zahlreiche MCU-Verbindungen den Fokus gelegentlich verwässern. Dennoch überzeugt die Inszenierung durch ihre klare emotionale Ausrichtung.
Besonders eindrucksvoll gelingt der Kampf gegen die kontrollierten Hand-Ninjas, weil Dynamik und Übersicht harmonieren. Ebenso entfaltet die Begegnung zwischen Peter und Jean große Wirkung durch ihre ruhige Inszenierung. Beide Szenen verbinden starke Bilder mit glaubwürdigen Emotionen und vermeiden reinen Effektlärm. Gleichzeitig halten Schnitt und Rhythmus die Spannung konstant, obwohl einzelne Abschnitte etwas zu ausführlich wirken. Jon Bernthal setzt markante Akzente, während Sadie Sink ihrer Figur spürbare Tiefe verleiht. Diese Fortsetzung verbindet Charakterentwicklung überzeugend mit moderner Superhelden-Action.
Das Ergebnis gehört zu den stärkeren Marvel-Beiträgen der vergangenen Jahre und setzt klare Schwerpunkte. Cretton bevorzugt nachvollziehbare Figuren statt übertriebener Effekte, wodurch viele Konflikte glaubwürdig wirken. Dennoch bremsen manche Franchise-Verweise den eigenständigen Rhythmus leicht aus. Gerade deshalb funktioniert der Film besonders für Zuschauer, die persönliche Geschichten schätzen. Wer ausschließlich spektakuläre Materialschlachten erwartet, dürfte dagegen kleinere Abstriche machen. Fans eines emotionaleren Spider-Man erhalten dagegen eine stimmige Weiterentwicklung der Figur mit sichtbarer erzählerischer Konsequenz.