Hugo, Mario, Moorhuhn & Co.: Was aus den Spiele-Kultfiguren der 90er wurde
Die 90er Jahre waren geprägt von Boygroups, Filmen wie Titanic oder Forrest Gump und natürlich den digitalen Superhelden. Wir schossen Moorhühner um die Wette und begaben uns mit Lara Croft auf die Suche nach Schätzen und Geheimnissen aus längst vergangenen Zivilisationen.

Mit Super Mario kämpften wir uns erstmals durch die faszinierende Welt der 3D-Grafik. Zu dieser Zeit gingen digitale Abenteuer so richtig los. Doch was machen die 90er-Jahre-Kultfiguren eigentlich heute?
Super Mario – Der Klempner mit dem Schnauzer
Kaum eine Videospielfigur ist weltweit so bekannt wie Super Mario. Der kleine Klempner mit dem Schnauzer aus dem Hause Nintendo erblickte im Jahr 1985 das Licht der Welt. Das Alter sieht man ihm nicht an. Das erste Spiel der Erfolgsreihe war Super Mario Bros für das Nintendo Entertainment System, wo er erstmals seinem treuen Freund Luigi begegnete. Bis heute gilt Super Mario Bros als eines der wichtigsten Videospiele für das Jump’n‘ Run-Genre. Wie für die 80er-Jahre üblich, kamen immer wieder neue Entwicklungen hinzu. 1996 folgte mit Super Mario 64 auf dem Nintendo 64 ein weiterer Quantensprung. Zum ersten Mal konnte der Klempner in 3D gezockt werden. Zu den Jump’n‘ Run-Spielen sollten Rennspiele, Sportspiele und Partyspiele folgen.
Im Kino hatte Mario bislang drei große Auftritte. Auf die Leinwand schaffte es Super Mario erstmals im Jahr 1993. Doch der Film mit Bob Hoskins in der Hauptrolle erntete nicht gerade positive Kritiken. Besser wurde es 30 Jahre später, als Mario in „Der Super Mario Bros. Film“ ein weltweiter Erfolg wurde. Anfang April dieses Jahres kam zudem der Nachfolger „Der Super Mario Galaxy Film“ in die Kinos.
Hugo – Los ging es mit einer TV-Show
Hugo stammt aus dem Hause SilverRock Productions und mischte ab 1990 das dänische Fernsehen mächtig auf. Die Idee war ebenso neu wie genial. Damals konnten Zuschauer den kleinen Troll per Telefon durch eine Spielwelt begleiten. Einige Jahre später war „Die Hugo Show“ fester Bestandteil im deutschen TV. Das Prinzip blieb dasselbe. Die bekannteste Moderatorin war Sonja Zietlow. Da der TV-Hugo einen echten Hype auslöste, veröffentlichte der Entwickler ITE 1994 ein Game mit Hugo als Hauptcharakter. Anders als bei Super Mario erschienen Neuentwicklungen des Jump’n‘ Run-Spiel mehrmals pro Jahr. Von „Hugo im Weltraum“ im Jahr 2002 bis hin zu „Hugo Troll Wars“ 2013: Kaum eine Idee wurde nicht veröffentlicht. Insgesamt gibt es mehr als 25 verschiedene Computer- und Videospiele mit Hugo.
Ende der 1990er Jahre wurden zudem einige VHS-Kassetten und DVD’s mit Hugo-Filmen herausgebracht. Auf einen Kinofilm wartet Hugo jedoch bis heute. Für Aufsehen sorgte Hugo erneut im Jahr 2016, als der schwedische Spielhersteller Play’n GO einen Hugo Slot ins Leben rief. Ein Jahr später folgte sogar Hugo 2. Gespielt wird jeweils auf einem 5×3-Raster. Play’n GO ist ein absoluter Gigant der Glücksspielindustrie und darf in einer Reihe mit Unternehmen wie Novakline, Microgaming und NetEnt genannt werden. Besonders gern werden die Hugo-Slots mit einem Casino Bonus gespielt, da Bonusangebote höhere Einsätze ohne Echtgeld ermöglichen.
Moorhuhn – Alles begann mit einem Werbespiel für Johnnie Walker
Die Moorhühner haben ihren Platz in jedem 90er-Rückblick sicher! Der Erfolg der lustig animierten Hühner zählt bis heute zu den größten Werbeüberraschungen überhaupt, denn Moorhuhn wurde im Auftrag der Whisky-Marke Johnnie Walker entwickelt. Ziel des Spiels war es, innerhalb von nur 90 Sekunden so viele Hühner abzuschießen, wie es geht. Das Spiel wurde kostenlos angeboten und verbreitete sich damals über das Internet. Aus einer Werbeidee entwickelte sich ein Welthit.

Heute blickt Moorhuhn auf über 30 Titel zurück. Zu den Schießspielen kamen Rennspiele, Adventure-Serien, Sportspiele und sogar Jump’n‘-Run-Spiele. Im vergangenen Jahr erschien sogar ein Remaster des Originals auf PC, PlayStation und auf der Nintendo Switch. Auch auf dem Smartphone ist Moorhuhn beliebt. „Moorhuhn Shooter“ steht sowohl im AppStore als auch im Google PlayStore kostenfrei zum Download bereit. Mit einer Größe von gerade einmal knapp 200 MB kommt es ähnlich schlank daher, wie damals auf dem Computer. Wer sich gerne ein bisschen die Zeit vertreiben möchte, ist hier genau richtig.
Genau wie Hugo schaffte es auch Moorhuhn in die Glücksspiel-Welt. Der erste Moorhuhn-Slot wurde 2017 von Bally Wulff veröffentlicht. Als Grundlage wählte Bally Wulff mit Eye of Horus einen Ägypten-Slot. Einsätze sind zwischen 5 Cent und 100 Euro möglich. Mit „Book of Moorhuhn“ und „Super Duper Moorhuhn“ folgten noch zwei weitere Spielautomaten. So groß die Begeisterung für Glücksspiel sein kann, so wichtig ist es, sich an bestimmte Regeln zu halten. Dazu gehört, ausschließlich in lizenzierten Casinos zu zocken und keine Beträge zu wetten, die bereits anderweitig verplant sind.
Lara Croft – Die attraktive Actionheldin
Lara Croft gehört zu den prägendsten Games der 90er. Der Siegeszug der Abenteurerin begann im Jahr 1996, als sie sich mit zwei Knarren bewaffnet und in ihrem knappen Outfit auf die Jagd nach einem Artefakt machte. Das Spiel bringt sie virtuell nach Peru, Griechenland und Ägypten. Insgesamt wurde das originale Tomb Raider über 7 Millionen Mal verkauft. Wie zu dieser Zeit üblich, folgten nahezu im Jahresrhythmus neue Entwicklungen von Tomb Raider. Die Veröffentlichung des nächsten Lara Croft-Videospiels ist für Februar 2027 geplant. Dabei soll es sich um eine komplett modernisierte Neuauflage des ersten Tomb Raider-Spiels von 1996 handeln.

Durch den großen Erfolg wurde Lara Croft bereits zu dieser Zeit zu einer echten Marke, sodass ein Kinofilm nicht lange auf sich warten ließ. 2001 übernahm niemand Geringeres als Angelina Jolie die Rolle von „Lara Croft: Tomb Raider“. Nur zwei Jahre später kam „Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens“ in die Kinos. Während der erste Teil mit rund 274 Millionen US-Dollar zum Hit wurde, enttäuschte der Nachfolger mit etwa 160 Millionen etwas. Der dritte und bislang letzte Teil erfand Lara Croft noch einmal neu. Er orientierte sich stärker an dem Videospiel Tomb Raider von 2013 und schickte Alicia Vikander in eine fiktive Action-Welt. Mit etwa 275 Millionen US-Dollar spielte der dritte Film ähnlich viel ein, wie der erfolgreiche erste Teil.
Genau wie die oben genannten Beispiele ist Lara Croft das perfekte Beispiel dafür, dass sich Videospielfiguren auch außerhalb der Gaming-Welt etablieren können.