Franchises kehren selten gut zurück, wenn zu lange gewartet wurde. „Men in Black 3" versuchte es dennoch – nach einem Jahrzehnt Stillstand, einem problematischen Drehabbruch und einem Drehbuch, das bis in die Produktion hinein umgeschrieben wurde. Dass dabei ein Film entstand, der seinen Vorgänger deutlich übertrifft und gleichzeitig eine echte emotionale Erzählung über Verlust und Loyalität entwickelt, grenzt an eine Produktionswundergeschichte.
Ein nackter Mann fällt aus blauen Blitzen in eine dreckige Gasse von Los Angeles, eine Kellnerin bedient ahnungslos ihre Gäste, und im Hintergrund beginnt ein Krieg, den noch niemand sieht. James Cameron drehte 1984 mit bescheidenem Budget einen Film, der die Grammatik des Science-Fiction-Kinos für immer verschob. Metallischer Herzschlag, Neonlicht, eine Jagd ohne Pause. Wie viel Kinogeschichte steckt wirklich in einem Low-Budget-Thriller, der eigentlich nur eine einzige Nacht erzählen will?