Marvel hat 2015 ein Experiment gewagt: einen Superheldenfilm, der absichtlich klein denkt. Keine einstürzende Metropole, kein kosmisches Finale – stattdessen ein Kinderzimmer in San Francisco und ein gescheiterter Vater, der seine Tochter wiedersehen will. „Ant-Man" bricht mit der Eskalationslogik des Franchises und fragt, ob emotionale Nähe wirkungsvoller sein kann als visuelle Überwältigung. Hat Regisseur Peyton Reed mit diesem Miniaturkino einen Nerv getroffen?