Tim Burtons „Alice im Wunderland" aus dem Jahr 2010 markiert einen Wendepunkt im modernen Blockbuster-Kino. Der Film transformiert Lewis Carrolls literarische Vorlage in ein computeranimiertes Spektakel, das visuell überwältigt, narrativ jedoch konventionellen Genremustern folgt. Mit einem Budget von 200 Millionen Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von über einer Milliarde avancierte die Produktion zum kommerziellen Triumph. Mia Wasikowska, Johnny Depp und Helena Bonham Carter bevölkern ein digitales Wunderland, das zwischen künstlerischem Anspruch und Franchise-Logik changiert. Gelingt Burton die Balance zwischen märchenhafter Subversion und massentauglicher Unterhaltung, oder verschwindet Carrolls anarchischer Geist hinter der Greenscreen-Fassade?