"Dich kriegen wir auch noch!" folgt Steve Clark nach Cradle Bay, wo auffällig angepasste Jugendliche das Schulleben bestimmen. Gemeinsam mit Rachel und Gavin stößt er auf ein Programm, das Teenager gegen ihren Willen verändert. Als auch Steve erfasst werden soll, beginnt für ihn und seine Freunde ein gefährlicher Kampf gegen Dr. Caldicott, die Blue Ribbons und deren Kontrolle über die Stadt und dessen Unterstützer.
Jean-Claude Van Damme gegen Raúl Juliá, ein Elitetrupp gegen einen größenwahnsinnigen Diktator, dazu Kylie Minogue in Uniform – die Zutatenliste klingt nach einer der kuriosesten Besetzungen der Neunziger. Steven E. de Souza übertrug Capcoms erfolgreichen Kampfspiel-Klassiker 1994 auf die Leinwand und schuf ein eigenwilliges Genre-Konstrukt zwischen Kriegsfilm und Arcade-Fantasie. Der Film startete weltweit und avancierte trotz massiver Fan-Kritik zum profitablen Kassenerfolg. Raúl Juliá spielte hier eine seiner letzten Rollen.
Manche Filme werden mit den Jahren leiser, andere bewahren ihre Energie wie am ersten Tag. Charles Crichtons Kriminalkomödie aus dem Jahr 1988 gehört zur zweiten Kategorie. Ein britisch-amerikanisches Quartett, ein Juwelenraub und vier Egos, die sich gegenseitig zerlegen – das klingt nach Standardware, ist aber das Gegenteil. John Cleese und Crichton verbinden zwei sehr unterschiedliche Schulen britischer Komik zu einem präzise getakteten Ensemblestück.
Ein Mann stirbt einsam in einem Palast, den niemand betreten darf. Sein letztes Wort hallt durch die leeren Hallen und wird zum Rätsel einer ganzen Nation. Orson Welles schuf 1941 mit „Citizen Kane" sein legendäres Regiedebüt und revolutionierte das Kino im Alleingang. Das Porträt eines Medienmoguls, der alles besitzt außer Nähe, gilt bis heute als Meilenstein der Filmgeschichte. Neun Oscar-Nominierungen, Platz eins bei unzähligen Bestenlisten, endlose Deutungsversuche. Was macht ein Werk nach achtzig Jahren noch so unverbraucht?
Einmal Primaballerina, dann Geheimagentin – der Weg, den Dominika Egorova in „Red Sparrow" zurücklegt, hat nichts mit freiem Willen zu tun. Francis Lawrence erzählt von einem System, das Menschen formt, verwendet und fallen lässt, und von einer Frau, die lernt, dieses System gegen sich selbst zu wenden. Jennifer Lawrence trägt den Film mit ruhiger Intensität durch 141 Minuten eiskalter Intrigen. Was bleibt, wenn das Spionagespiel endet – Triumph oder Trauma?
Ein schüchterner Pizzabote, eine Berliner Hackergruppe und ein mysteriöses Idol im Darknet – klingt nach digitalem Zeitgeistfilm, ist bei näherem Hinsehen jedoch ein klassisches Kammerspiel über Identität, Anerkennung und den Preis der Unsichtbarkeit. Baran bo Odar legte 2014 mit seinem deutschen Cyber-Thriller einen Film vor, der die Genregrenzen absichtlich unscharf hält.
Es beginnt mit einer Sitzordnung und endet mit einer Pistole. „Die Welle" von Regisseur Dennis Gansel zeigt, wie aus einem schulischen Selbstversuch über Autokratie eine Bewegung mit echter Eigendynamik werden kann – mit Logo, Grußgeste, Gemeinschaftsgefühl und Ausgrenzung. Der Film aus dem Jahr 2008, der auf einem realen amerikanischen Schulexperiment aus den 1960er-Jahren beruht, fragt nicht nur nach der Geschichte. Er fragt nach der Gegenwart: Wie viel Widerstandskraft steckt wirklich in einer aufgeklärten Gesellschaft?
Zeitreisefilme versprechen stets mehr, als sie einlösen können. Paradoxien, Identitätsfragen und moralische Dilemmata warten auf ihre filmische Entfaltung. Peter Hyams versuchte 1994 den Spagat zwischen physikalischem Gedankenspiel und handfester Action. Mit Jean-Claude Van Damme als Agent einer Zeitpolizei und Ron Silver als korruptem Senator entstand ein kommerziell erfolgreiches Stück Science-Fiction-Kino. Der Film wurde zum größten Hit des Belgiers und brachte ihm eine Saturn-Auszeichnung für Mia Sara ein. Hält die Mischung aus Quantenmechanik und Kampfsport einer Betrachtung nach drei Jahrzehnten stand?
Eine schwarze Wand legt sich über Nacht um ein Hamburger Mietshaus und verwandelt private Wohnungen in hermetische Zellen. Philip Koch schickt in „Brick" ein Paar in Beziehungskrise, ein Airbnb-Pärchen, einen bewaffneten Rentner und einen undurchsichtigen Besucher in eine vertikale Versuchsanordnung. Der deutsche Mystery-Thriller mit Matthias Schweighöfer und Ruby O. Fee setzt auf Klaustrophobie, Genre-Ehrgeiz und eine zunehmend verschachtelte Auflösung. Netflix verspricht Hochspannung made in Germany. Kann der Film seine reizvolle Prämisse über einhundert Minuten tragen?
Wenn ein deutscher Film den verhasstesten Mann des 20. Jahrhunderts als Komödienfigur inszeniert, ist der Skandal programmiert. David Wnendt wagt genau diesen Balanceakt und stellt Oliver Masucci als erwachten Diktator mitten auf deutsche Straßen. Echte Passanten, echte Stammtische, echte NPD-Zentralen begegnen dabei einer Figur, die eigentlich nur im Geschichtsbuch stehen sollte. Die Grenzen zwischen Satire und Feldstudie verwischen auf unheimliche Weise.
Kaum ein Horrorfilm hat die Konventionen seines Genres so elegant unterwandert wie dieser Klassiker von 1968. Statt auf Schockmomente zu setzen, lässt Roman Polański das Unheimliche im Alltag einer jungen Ehefrau keimen. Mia Farrow gelang mit der Rolle der Rosemarie Woodhouse ihr internationaler Durchbruch. Die Geschichte einer Schwangerschaft wird zum Albtraum zwischen Paranoia und realer Bedrohung. Spätere Werke wie „Der Exorzist" oder „Das Omen" verdanken diesem Film mehr, als sie zugeben würden.
Macht, Manipulation und ein Mord in einem Berliner Werbekonzern – das klingt nach einem modernen Unternehmensthriller. Brian De Palma aber, der amerikanische Regisseur und Hitchcock-Schüler, interessierte sich nie besonders für das Milieu. Was ihn anzieht, ist das Darunter: die psychologische Erosion, das Ineinandergreifen von Kontrolle und Kontrollverlust, die Grenze zwischen Traum und Realität.
Zwei Jahre unschuldig im Gefängnis – und kaum draußen, tappt Harry Barber in die nächste Falle. Woody Harrelson spielt in „Palmetto – Dumme sterben nicht aus" einen Lokalreporter, der von einer geheimnisvollen Frau in eine fingierte Entführung hineingezogen wird, ohne die eigentlichen Spielregeln je zu kennen. Volker Schlöndorff inszenierte 1998 diesen deutschen-amerikanischen Neo-Noir nach einem Roman von James Hadley Chase. Ist ihm dabei ein glaubwürdiger Ausflug ins Schwarze Genre gelungen – oder bleibt das Noir-Feeling auf der Strecke?
In "House of Gucci" gerät ein weltbekanntes Modeunternehmen ins Wanken, als interne Spannungen eskalieren. Patrizia Reggiani drängt sich in die Strukturen der Gucci-Familie und verändert mit taktischem Ehrgeiz bestehende Machtverhältnisse. Streit, Bestechung und Rache verdichten sich zu einem Fall, der von wirtschaftlichem Einfluss und persönlichen Grenzen geprägt ist.
"The Housemaid - Wenn sie wüsste" zeigt Millie Calloway, die auf Bewährung als Hausangestellte bei der wohlhabenden Familie Winchester lebt. Im abgeschlossenen Dachzimmer und im Alltag des Hauses entstehen widersprüchliche Situationen, ausgelöst durch Nina Winchester und deren instabiles Verhalten. Während sich zwischen Millie und Andrew eine Beziehung entwickelt, treten Hinweise auf frühere Gewalttaten und Manipulationen zutage. Alte Ereignisse und aktuelle Entscheidungen verdichten sich zu einer Eskalation innerhalb des Hauses, die alle Beteiligten in Lebensgefahr bringt.
Der Film "Ohne Limit" zeigt einen Autor, der nach einer Trennung ein neuartiges Mittel erhält und damit plötzlich deutlich schneller denkt und handelt. Unter dem Einfluss steigert er seine Leistungsfähigkeit, schließt berufliche Chancen auf und gerät zugleich in Konflikte mit Kriminellen und weiteren Nutzern des Präparats. Während sein Umfeld zunehmend chaotischer wirkt, versucht er, Kontrolle zu sichern und die Auswirkungen des Stoffes zu verstehen.
"Die Unfassbaren 3 - Now You See" Me zeigt einen neuen Einsatz der Magier, die nach einer digitalen Fake-Show von Atlas rekrutiert werden. Für The Eye planen sie den Diebstahl des Heart Diamond, der mit verdeckten Strukturen verbunden ist. Ein Heist in Belgien, Illusionsräume in Frankreich und ein Treffen in Abu Dhabi bestimmen den Ablauf, der eine über Jahre vorbereitete Täuschung gegen Veronika Vanderburg sichtbar macht.
"Bugonia" handelt von einer Entführung, die sich zu einem psychologischen Machtspiel entwickelt. Ein Verschwörungsgläubiger hält eine Managerin gefangen, überzeugt, sie sei Teil einer außerirdischen Spezies. Manipulation, Schuld und Täuschung verdichten sich, bis beide Gefangene ihrer eigenen Überzeugungen werden. Als die Situation eskaliert, löst sich die Grenze zwischen Realität und Wahn vollständig auf.
"Bone Lake" handelt von einem Wochenende, das für zwei Paare zur tödlichen Auseinandersetzung wird. Was als gemeinsamer Aufenthalt beginnt, kippt in ein Spiel aus Lügen, Versuchung und Aggression. Heimliche Intrigen und gegenseitige Provokationen führen zur Eskalation. Die vermeintliche Idylle am See wird zum Schauplatz brutaler Enthüllungen, bei denen Wahrheit und Wahnsinn kaum noch zu trennen sind.
"Catch Me If You Can" des Films versprechen ein fesselndes Erlebnis: Die packende Geschichte von Frank Abagnale Jr., meisterhaft gespielt von Leonardo DiCaprio, wird durch die brillante Regie von Steven Spielberg zum Leben erweckt. Tom Hanks überzeugt als FBI-Agent Carl Hanratty, der Abagnale durch ein Katz-und-Maus-Spiel quer über den Globus verfolgt. Gedreht an authentischen Schauplätzen in New York, Frankreich und Kalifornien, fängt der Film die spannende Atmosphäre der 1960er Jahre ein. Mit einer Mischung aus Spannung, Humor und historischen Bezügen zieht der Film das Publikum in seinen Bann.