Der Dallas Fanclub aus Stuttgart – Die Geschichte geht weiter
Die Geburtsstunde des Vereins fällt nicht zufällig auf das Jahr 1991. Etwa zur selben Zeit fand die Serie Dallas auch ihr Ende. Seit Ende der siebziger Jahre wurde sie produziert und gilt bis heute als eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Sie hatte auf der ganzen Welt Fans, auch in Stuttgart. Und da zwei Fans sehr betrübt über das Ende der Serie waren, wurde kurzerhand ein Fanclub gegründet.

Mittlerweile sind dreißig Jahre vergangen, den Fanclub gibt es immer noch, womit auch die Erinnerungen an die Kultserie lebendig gehalten werden. Der Verein hat mehrere hundert Mitglieder und hat einen wöchentlichen Stammtisch. Zudem gibt es auch einen Shop, in dem verschiedene Fanartikel und Film-Merch verkauft werden. Wer sich also für Dallas oder Serien interessiert, sollte einen näheren Blick riskieren. Mehr zum Fanclub und Dallas gibt es hier zu erfahren.
Der Verein für Fans von Dallas
Die Serie selbst hat auch immer wieder genügend Anlass für Tränen gegeben. Doch 1991 war ein besonders trauriges Jahr für Fans. Der Grund war, dass die Serie eingestellt wurde. Nach 13 Jahren und 357 Folgen fand eine der bekanntesten und beliebtesten Serien der Welt ihr Ende. Doch die Fans waren immer noch da. Und in Stuttgart überlegten sich Thomas Plehwe und Sven Müller, dass es das noch nicht gewesen sein kann. Kurzerhand gründeten sie also am 18. April 1991 den Dallas-Fanclub Stuttgart. Noch heute sind die beiden mit an Bord und sind Präsident und Vizepräsident. Im Präsidium sind außerdem Michael Kasper und Michael Freitag.
Grundsätzlich war und ist das Ziel des Fanclubs, den Kult um die bekannte Serie aufrechtzuerhalten. Dafür wurde über die Jahre auch eine Webseite ins Leben gerufen, auf der sich Neuigkeiten und sogar ein Forum finden lassen. Abgesehen davon gibt es aber auch regelmäßig einen Stammtisch in Stuttgart. Ferner wird auch ein Shop betrieben. Unter anderem gibt es vergoldete Ölbohrtürme zu kaufen oder auch T-Shirts mit dem Slogan “J.R. Ewing lebt”. Es gibt auch elaborierte Pläne. So möchte man gerne die Southfork Ranch aus der Serie in Süddeutschland als Museum nachbauen. Das sind derzeit aber noch Zukunftspläne. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der deutschen Erstausstrahlung hat es 2011 ein Barbecue im Heslacher Waldheim gegeben.
Die Fernsehserie „Dallas“
Ohne Frage kann man behaupten, dass Dallas neue Maßstäbe setzte und die Serien-Landschaft nachhaltig verändert hat. Für viele Jahre gab es vor allem in den USA keine andere Serie, die so erfolgreich und beliebt gewesen war. Im Kern geht es um die Familie Ewing, die auf der Southfork Ranch lebt. Es geht um Öl, Geld und Macht. Insgesamt 357 Folgen in 14 Staffeln wurden innerhalb von 13 Jahren gedreht und ausgestrahlt. Die Folge “Wer hat auf J.R. geschossen?” ist sogar die zweithäufigste TV-Sendung im amerikanischen Fernsehen nach der Mondlandung. Wenn es also um die erfolgreichsten Serien aller Zeiten geht, darf Dallas auf keinen Fall in der Auflistung fehlen.
Die Serie konnte in vielfacher Weise neue Maßstäbe setzen. Unter anderem wurde das Cliffhanger-Prinzip etabliert, bei dem also das Ende einer Folge bewusst offen gelassen wird. Auch gab es eine hohe Qualität, da für jede Folge 10 Drehtage veranschlagt wurden. Die Darstellung von Geschäften, Intrigen und Sex waren für diese Zeit alles andere als normal, sodass die Serie in vielerlei Hinsicht moderne Züge trägt. Die drei Schauspieler Larry Hagman, Linda Gray und Patrick Duffy konnten aufgrund ihrer Rollen Weltruhm erlangen. Noch dazu ist die Titelmelodie ebenfalls weltberühmt geworden und wird von den meisten Menschen erkannt. Komponiert wurde sie von Jerrold Immel, der für zahlreiche TV-Sendungen gearbeitet hat.
Die Fortsetzung von 2012
Hierzulande ist es weniger bekannt, dass Dallas tatsächlich noch einmal eine Fortsetzung spendiert bekommen hat. 2012 wurde die Fortsetzung erstmals ausgestrahlt, die ebenfalls einfach “Dallas” heißt. Allerdings schaffte es diese Serie nur auf 40 Folgen innerhalb von 3 Staffeln, ehe die Produktion eingestellt wurde. Hauptsächlich geht es um die Ewing-Söhne.
Tatsächlich kehrten auch einige der alten Darsteller wieder zurück in ihre alten Rollen. Dazu gehörten auch Larry Hagman, Linda Gray und Patrick Duffy. Allerdings gab es zu Beginn der Dreharbeiten direkt eine Hiobsbotschaft, da Larry Hagman an Krebs erkrankte und schon im November 2012 im Alter von 81 Jahren starb. Neben seiner Rolle in Dallas war er vor allem auch als Major Nelson aus “Bezaubernde Jeannie” bekannt.
Wo kann man Dallas sehen?
Wer heute in den Genuss der Serie kommen möchte, kann sie direkt in der kompletten Fassung auf DVD kaufen. Alternativ ist sie auch bei einigen Streaming-Anbietern zu finden. Prime Video bietet nicht nur viele Filme, sonder verfügt über alle 14 Staffeln, die allerdings nicht in Prime enthalten sind und entsprechend separat gekauft oder geliehen werden müssen. Anders sieht es bei RTL+ aus. Dort sind alle 14 Staffeln als Flatrate verfügbar. Apple TV hat derzeit 13 Staffeln im Angebot, die allerdings auch zusätzlich gekauft werden müssen. Wer RTL+ nicht direkt buchen möchte, kann den Dienst auch als Prime Video Channel buchen. Die Fortsetzung von 2012 ist in keiner Flatrate zu finden, kann aber bei Amazon Prime Video und Apple TV gekauft werden.
Fazit zum Fanclub aus Stuttgart
Natürlich hat sich die Serienlandschaft über die vielen Jahre stark verändert. Wenn heute die Rede von erfolgreichen Serien ist, dann fallen schnell Namen wie Breaking Bad, Game of Thrones oder auch Sopranos. Doch wer ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat, dem wird sicherlich auch Dallas in den Sinn kommen. Die Serie konnte für viele Jahre die US-Zuschauer in ihren Bann ziehen und auch darüber hinaus war die Serie enorm bekannt. In Stuttgart beschloss man daher 1991 einen Fanclub zu gründen, der ins Leben gerufen wurde, als das Ende der Serie bekanntgegeben wurde. Heute kann der Club 30 Jahre Bestehen feiern. Mehrere hundert Mitglieder sind vertreten, die sich wöchentlich am Stammtisch treffen oder aber auch online im Forum austauschen.