Konsumverzicht als Komödienstoff wirkt zunächst wie ein Widerspruch in sich. Florian David Fitz wagte genau dieses Experiment und machte aus einer finnischen Dokumentarvorlage eine Wette zwischen zwei rivalisierenden Freunden. Gemeinsam mit Matthias Schweighöfer entwickelt er eine Versuchsanordnung, die Männerfreundschaft, Start-up-Kultur und den Rausch des Besitzens auf die Bühne holt. Die Produktion kam pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in die Kinos und stellte ausgerechnet dort eine unbequeme Frage. Brauchen wir eigentlich all die Dinge, die wir im Dezember unter den Baum legen?
Kaum ein Film prägte das öffentliche Bild von Autismus so nachhaltig wie Barry Levinsons Drama von 1988. Hoffman als Raymond, Cruise als Charlie – zwei Brüder auf einer Reise, die niemand von ihnen geplant hatte. Zwischen Las Vegas, Motelzimmern und Wüstenstraßen entsteht eine Beziehung, die beide Männer verändert. Der Film gewann vier Oscars und den Goldenen Bären, sein Kassenerfolg überstieg alle Erwartungen.
Hill Valley im Sommer 1985. Ein Schüler namens Marty McFly träumt vom Rockstar-Dasein, während sein Vater sich vom Chef demütigen lässt und seine Mutter in Erinnerungen ertrinkt. Dann betritt ein verrückter Wissenschaftler die Bühne, und ein umgebauter Sportwagen wird zur Zeitmaschine. Robert Zemeckis inszenierte mit seinem dritten Spielfilm eine Komödie, die sich hinter dem Science-Fiction-Gewand als scharfsinniger Kommentar über Elternbilder erweist.
"Zusammen!" spielt in einer Kommune im Stockholm der 1970er Jahre, in der Menschen mit unterschiedlichen Lebensvorstellungen unter einem Dach wohnen. Nach der Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann zieht Elisabeth mit ihren Kindern dort ein und verändert das Zusammenleben spürbar. Gleichzeitig entwickeln sich bestehende Beziehungen weiter, neue Freundschaften entstehen und mehrere Bewohner treffen Entscheidungen, die ihren Alltag dauerhaft verändern.
Ein Bankräuber ohne Abitur, eine überforderte Referendarin und eine Klasse, die jeden Pädagogen in die Knie zwingt – klingt nach reinem Chaos, und das ist es auch. Mit rund 7,6 Millionen Kinobesuchern allein in Deutschland wurde „Fack ju Göhte" zur erfolgreichsten deutschen Kinokomödie des Jahrzehnts. Bora Dagtekin traf mit dieser rauen Schulkomödie offenbar einen Nerv, der weit tiefer saß als erwartet.
Ein Schurke, der Kinderballons zum Platzen bringt, und drei Waisenmädchen, die sich einen Vater wünschen – klingt nach einem unwahrscheinlichen Paar. Doch genau diese Unwahrscheinlichkeit ist das Herzstück von Illumination Entertainments erstem Animationsfilm "Ich – Einfach unverbesserlich". Was 2010 als freche Supervillainsatire startete, entwickelte sich zur erfolgreichsten Animationsfranchise des Jahrzehnts. Was macht diesen Film jenseits seiner Minion-Komik so dauerhaft anziehend?
"Toy Story 4" zeigt Woody in einer neuen Lebensphase bei Bonnie. Als Forky entsteht, übernimmt Woody Verantwortung und gerät außerhalb des Wohnmobils in eine Kette von Begegnungen. Ein Antiquitätenladen bringt Porzellinchen zurück, während Gabby Gabby eigene Ziele verfolgt. Entscheidungen, Trennungen und neue Wege prägen den Verlauf bis zum Abschied auf der Kirmes. Alte Bindungen lösen sich neu.
Der Film "Eine Million Minuten" zeigt das Leben der Familie Küper, die trotz äußerlichen Wohlstands mit verschiedenen Herausforderungen kämpft. Während Wolf globale Umweltkrisen bekämpft, ringt Vera zuhause mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die schwerwiegende Diagnose ihrer Tochter Nina stellt das bisherige Lebensmodell der Familie in Frage und führt zu einer ungewöhnlichen Entscheidung.
"Dalai Lama Renaissance" verfolgt das Zusammentreffen von Wissenschaftlern und Denkern mit dem Dalai Lama, um über Wege zum Weltfrieden nachzudenken. Der Film offenbart, wie schnell ideelle Ziele an der Realität menschlicher Schwächen scheitern können. Doch durch die Führung des Dalai Lamas beginnt eine tiefgreifende persönliche und kollektive Transformation, die zeigt, dass Veränderung bei jedem Einzelnen beginnt.
Der Film „Bob, der Streuner“ beruht auf einer wahren Begebenheit und ist die Verfilmung der Biografie von James Bowen. Dieser ist ein obdachloser und drogenabhängiger Straßenmusiker. Leider hat er mit seiner Straßenmusik nicht viel Erfolg und kann mit den Einnahmen kaum seinen Lebensunterhalt bestreiten. Bob, der Streuner ist ein ungeschöntes Drogendrama.