Hill Valley im Sommer 1985. Ein Schüler namens Marty McFly träumt vom Rockstar-Dasein, während sein Vater sich vom Chef demütigen lässt und seine Mutter in Erinnerungen ertrinkt. Dann betritt ein verrückter Wissenschaftler die Bühne, und ein umgebauter Sportwagen wird zur Zeitmaschine. Robert Zemeckis inszenierte mit seinem dritten Spielfilm eine Komödie, die sich hinter dem Science-Fiction-Gewand als scharfsinniger Kommentar über Elternbilder erweist.
Martin Scorsese hat das amerikanische Gangsterkino über Jahrzehnte geprägt wie kaum ein zweiter Regisseur. Mit „The Irishman" kehrt er 2019 zu jenem Genre zurück, das seinen Ruhm begründete – und unterwandert zugleich dessen Konventionen. Drei Legenden stehen gemeinsam vor der Kamera: Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci. Netflix finanzierte die 209-minütige Produktion mit 159 Millionen Dollar. Digitale Effekte verjüngen die Darsteller über Jahrzehnte hinweg.
Ein Physikprofessor, drei Rabbiner und ein Tornado am Horizont: Die Coen-Brüder erzählen in ihrer schwarzen Komödie aus dem Jahr 2009 die Geschichte eines Mannes, dem nacheinander alle Sicherheiten zerbröseln. Roger Deakins filmt die Vorstadtsiedlungen Minnesotas in einem Licht, das Geborgenheit und Bedrohung zugleich atmet. Michael Stuhlbarg spielt die Hauptrolle mit einer Präzision, die ihm verdiente Nominierungen einbrachte. Der Film war für zwei Oscars im Rennen, darunter für den besten Film. Was macht diese leise Tragikomödie zu einem so widerborstigen Meisterwerk?
Eine Familie, die Jahrtausende lang überlebt hat, weil sie niemals etwas riskiert. Ein Vater, dessen wichtigste Regel lautet: Habe niemals keine Angst. Und eine Tochter, die genau das Gegenteil will. „Die Croods" erzählt 2013 von einer Steinzeitmenschenfamilie, die alles verliert – ihre Höhle, ihre Regeln, ihre Gewissheiten – und dabei entdeckt, dass das Neue nicht zwingend das Gefährliche ist. Was passiert, wenn Urängste auf Erfindergeist treffen?
Ein Auto gerät auf glattem Asphalt ins Schleudern, und plötzlich gilt jede Regel des Alltags nicht mehr. Regisseur R. J. Cutler erzählt von einem Mädchen, das zwischen Leben und Tod schwebt, während Erinnerungen in ihr Bewusstsein drängen. Die Liebe zu einem Rocksänger, die Hingabe an ein Cello, die Stille eines Krankenhausflurs. Jugendbuchverfilmungen gab es 2014 viele, doch dieses Drama blieb in Erinnerung. Können intime Geschichten im Kino mehr bewegen als spektakuläre Fantasywelten?
In "Mother's Day - Liebe ist kein Kinderspiel" treffen gleich mehrere Personen episodenhaft aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerdings haben alle eines gemeinsam: sie sind Mütter oder auf der Suche nach ihren Müttern, und müssen dabei gleichzeitig weitere Hürden des Lebens meistern. Romantische Komödie trifft auf Familiendrama mit gut gelaunter Starbesetzung.
Kaum ein Film der Filmgeschichte hat es gewagt, seinen Helden so konsequent ins Straucheln zu bringen wie der zweite Teil der klassischen Star-Wars-Trilogie. Irvin Kershner übernahm 1980 das Ruder von George Lucas und verwandelte die bunte Weltraumoper in eine dunkle Prüfung. Zwischen Eisplaneten, Sumpfwelten und schwebenden Städten entfaltet sich eine Geschichte über Verlust, Erbe und die verborgene Kraft in jedem Einzelnen. Die Mythologie verdichtet sich hier zu einem tragischen Mittelstück. Wie schafft es ein Blockbuster, gerade durch seine Niederlage unvergesslich zu werden?
Manche Filmreihen wachsen mit ihrem Publikum – andere bleiben konsequent dort, wo sie am stärksten sind: im Vergnügen des Augenblicks. Die „Ich – Einfach unverbesserlich"-Reihe hat sich seit 2010 vom charmanten Schurkenfilm zur milliardenschweren Animationsmarke entwickelt, mit Minions auf Kaffeetassen und Fahrgeschäften in Freizeitparks. Nun kehrt Regisseur Chris Renaud mit dem vierten Hauptfilm zurück.
Im Januar 1994 hörte die Welt den Aufschrei einer Eiskunstläuferin – und schaute nie mehr weg. Nancy Kerrigans verletzte Stimme wurde zum Soundtrack eines Skandals, der seinesgleichen sucht. Tonya Harding, ihre schärfste Rivalin, war danach nicht mehr einfach eine Sportlerin, sondern eine Projektionsfläche für alles, was Amerika an sich selbst ablehnend betrachtete. Craig Gillespies „I, Tonya" erzählt, was hinter diesem Bild steckte – und stellt dabei eine unbequeme Frage: Wer schreibt eigentlich, wer die Böse ist?
Familien sind kompliziert. Noch komplizierter werden sie, wenn der Großvater ein Vampir ist, der Vater ein Mensch aus Kalifornien und das Kind irgendwo dazwischen aufwächst. Genndy Tartakovsky schickt Dracula in „Hotel Transsilvanien 2" auf eine Mission, die er selbst kaum zugeben würde: Er will seinen Enkel zu einem echten Monster machen – und versteht dabei nicht, dass genau das ihn selbst zum Problem macht.
Ein Schurke, der Kinderballons zum Platzen bringt, und drei Waisenmädchen, die sich einen Vater wünschen – klingt nach einem unwahrscheinlichen Paar. Doch genau diese Unwahrscheinlichkeit ist das Herzstück von Illumination Entertainments erstem Animationsfilm "Ich – Einfach unverbesserlich". Was 2010 als freche Supervillainsatire startete, entwickelte sich zur erfolgreichsten Animationsfranchise des Jahrzehnts. Was macht diesen Film jenseits seiner Minion-Komik so dauerhaft anziehend?
Ein sizilianischer Vater, ein Landgut in Virginia und ein Pfau, der das Abendessen nicht überlebt - "Und dann kam Dad" verspricht Familienkomödie mit kulturellem Biss. Robert De Niro spielt den knorrigen Einwanderer Salvo mit entwaffnender Ernsthaftigkeit, während Stand-up-Komiker Sebastian Maniscalco die Geschichte seines eigenen Vaters auf die Leinwand bringt. Was entsteht, wenn zwei Welten aufeinanderprallen, die kaum unterschiedlicher sein könnten?
Der Film "Jay Kelly" folgt einem Schauspieler, der nach einem Dreh Zeit mit seiner Tochter verbringen möchte, jedoch durch berufliche Verpflichtungen, alte Konflikte und familiäre Distanz immer wieder abgelenkt wird. Eine impulsive Europareise, ein Streit mit einem früheren Freund, mediale Aufmerksamkeit und das angespannte Verhältnis zu seinem Vater formen eine Entwicklung, die private und öffentliche Rollen sichtbar gegeneinanderstellt.
"Avatar: The Way of Water" folgt Jake Sully, dessen Familie zwischen Anpassung und Bedrohung schwankt. Nach der Rückkehr der RDA verlassen sie ihren Stamm und leben fortan beim Volk der Meere. Während Quaritch Jagd auf Jake macht, geraten die Kinder in Gefahr. Zwischen Fremdheit, Verlust und Überlebenskampf entsteht eine neue Verbindung zur Welt unter Wasser, die ihre Zukunft entscheidend beeinflusst.
"Conjuring 4: Das letzte Kapitel" verknüpft die Geburt von Judy Warren mit einem verfluchten Spiegel, der dreißig Jahre später die Familie Smurl bedroht. Unerklärliche Vorfälle eskalieren, als Stimmen, Schatten und Angriffe ihren Alltag bestimmen. Judy reist nach Pennsylvania, während Ed und Lorraine den Ursprung erkennen. In einem letzten Kampf gelingt es, den Spiegel zu zerbrechen und die Familie von der übernatürlichen Bedrohung zu befreien.
"Der phönizische Meisterstreich" zeigt, wie Waffenhändler Anatole Korda nach einem Attentat seine Vergangenheit aufarbeitet. Er versucht, die Beziehung zu seiner Tochter Liesl zu retten und gleichzeitig ein umstrittenes Infrastrukturprojekt zu vollenden. Als alte Schuld ans Licht kommt, stellt sich Korda seinem Halbbruder Nubar. Am Ende zieht er sich mit Liesl in ein neues, einfaches Leben zurück und kehrt der Macht den Rücken.
"The Super Mario Bros. Movie" zeigt, wie die Brüder Mario und Luigi durch eine Warp-Röhre in zwei verschiedene Welten geraten. Mario landet im Pilzkönigreich, das von Prinzessin Peach regiert wird, während Luigi im Dunkelland des Koopa-Königs Bowser gefangen ist. Gemeinsam mit neuen Freunden kämpfen sie gegen Bowser, der das Pilzkönigreich bedroht. Der Film verbindet Humor, Action und lebendige Animationen zu einem mitreißenden Abenteuer.
In "Lilo & Stitch" landet ein außerirdisches Wesen nach seiner Flucht auf der Erde und wird von der kleinen Lilo als Haustier adoptiert. Während ihre Schwester Nani versucht, das Familienleben zu stabilisieren, erschweren Konflikte mit Behörden und chaotische Zwischenfälle den Alltag. Doch das vermeintlich gefährliche Experiment entwickelt langsam Verständnis für Zusammenhalt und Fürsorge.
Vaiana 2 beeindruckt mit einer farbenfrohen und detailreichen Unterwasserwelt, die das Publikum in die mystische Südsee entführt. Vaiana steht vor einer ihrer bisher größten Herausforderungen: Sie muss die Verbindung zwischen den Inselvölkern wiederherstellen, die durch den bösartigen Nalo zerstört wurde. Mit fesselnden Songs, witzigen Sidekicks und emotionalen Momenten ist der Film ein würdiges Sequel. Kann Vaiana die Insel heben und eine bessere Zukunft schaffen?
Der Film "Eine Million Minuten" zeigt das Leben der Familie Küper, die trotz äußerlichen Wohlstands mit verschiedenen Herausforderungen kämpft. Während Wolf globale Umweltkrisen bekämpft, ringt Vera zuhause mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die schwerwiegende Diagnose ihrer Tochter Nina stellt das bisherige Lebensmodell der Familie in Frage und führt zu einer ungewöhnlichen Entscheidung.