Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith
Im Sommer 2005 schloss George Lucas ein filmisches Kapitel, das er selbst mit „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ eröffnet hatte – und er tat es mit einer Düsternis, die dem Stoff seit jeher eingeschrieben war, die die Prequel-Trilogie aber lange schuldig geblieben war. Nach zwei Filmen, die zwischen kindlichem Spektakel und holpriger Romanze schwankten, findet dieser Abschluss endlich zu einer Ernsthaftigkeit, die der Tragödie um Anakin Skywalkers Fall angemessen ist. Es ist ein Film des Unvermeidlichen.

| Dauer: | 140 Min. |
|---|---|
| FSK: | 12 (DE) |
| Jahr: | 2005 |
| Kategorien: | Science-Fiction |
| Regie: | George Lucas |
| Produzenten: | Rick McCallum |
| Hauptdarsteller: | Hayden Christensen, Ewan McGregor, Natalie Portman |
| Nebendarsteller: | Ian McDiarmid, Samuel L. Jackson, Jimmy Smits, Frank Oz |
| Studio: | Lucasfilm Ltd. |
Die Saga kennt ihr Ende. Wer die Originaltrilogie gesehen hat, weiß, was aus Anakin wird, wie die Republik stirbt, wie Leia und Luke getrennt aufwachsen. Und dennoch entfaltet dieser letzte Schritt eine eigentümliche Spannung – nicht die der Ungewissheit, sondern jene des Zusehens, wie sich eine Katastrophe vollzieht, die niemand aufhalten kann. Was diesen Film von seinen Vorgängern unterscheidet, stellt sich früh ein: Zum ersten Mal wirkt das Verhängnis glaubwürdig. Doch lohnt sich dieser Weg ins Dunkel wirklich?
Besetzung, Regie und Drehorte
„Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2005, produziert von Lucasfilm und vertrieben durch 20th Century Fox. George Lucas führte Regie und schrieb das Drehbuch. Rick McCallum übernahm die Produktion, John Williams komponierte den Soundtrack, David Tattersall verantwortete die Kamera, und der Schnitt lag in den Händen von Roger Barton und Ben Burtt. Der Film wurde vollständig mit dem HDCAM-SR-System produziert und setzt Maßstäbe im digitalen Studioprinzip.
Die Hauptrollen übernahmen Hayden Christensen als Anakin Skywalker und Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi. Ian McDiarmid verkörpert Kanzler Palpatine alias Darth Sidious, Natalie Portman spielt Padmé Amidala. Samuel L. Jackson ist als Mace Windu zu sehen, Frank Oz leiht Yoda seine Stimme, Christopher Lee tritt als Count Dooku auf. Anthony Daniels und Kenny Baker geben erneut C-3PO und R2-D2, während James Earl Jones die unverwechselbare Stimme des vollendeten Darth Vader beisteuert.
Der Film hat eine Laufzeit von 140 Minuten und ist ab FSK 12 freigegeben. Er erhielt 2006 den Saturn Award als Bester Science-Fiction-Film sowie den Saturn Award für die Beste Musik. Beim Oscar wurde er in der Kategorie Bestes Make-up nominiert. Weltweit spielte der Film rund 849 Millionen US-Dollar ein und rangiert damit unter den hundert erfolgreichsten Filmen aller Zeiten.
Handlung & Inhalt vom Film „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“
Drei Jahre nach Beginn der Klonkriege steht die Galaktische Republik am Rande des Zusammenbruchs. Anakin Skywalker, inzwischen zum Jedi-Ritter aufgestiegen, ist zur Vertrauensperson von Kanzler Palpatine geworden – und zum Werkzeug eines Plans, den er noch nicht durchschaut. Als Separatistentruppen den Kanzler aus der Hauptstadt Coruscant entführen, beginnt der Film mit einer gewaltigen Raumschlacht im Orbit. Anakin und sein Meister Obi-Wan Kenobi kämpfen sich an Bord des Flaggschiffs von General Grievous vor, besiegen Count Dooku und befreien den Kanzler. Anakin tötet Dooku – auf Befehl Palpatines, obwohl der Sith-Lord wehrlos ist.
Zurück auf Coruscant erfährt Anakin, dass seine heimlich geheiratete Ehefrau Padmé Amidala schwanger ist. Wiederkehrende Albträume zeigen ihm ihren Tod bei der Geburt. Diese Angst macht ihn empfänglich für Palpatines Flüstern: Die dunkle Seite der Macht besitze die Fähigkeit, den Tod geliebter Menschen aufzuhalten. Gleichzeitig spitzt sich der Machtkampf zwischen dem Kanzler und dem Jedi-Rat zu. Anakin wird in den Rat berufen, aber der Rang eines Meisters wird ihm verweigert – eine Kränkung, die ihn weiter in die Isolation treibt. Obi-Wan reist ab, um General Grievous auf Utapau zu stellen.
Der Fall in die Dunkelheit
Palpatine offenbart sich Anakin schließlich als Darth Sidious, der dunkle Lord der Sith. Zerrissen zwischen Loyalität und Pflicht beobachtet Anakin die Konfrontation zwischen Jedi-Meister Mace Windu und dem Kanzler. Als Windu kurz davor ist, Sidious zu töten, greift Anakin ein, schlägt Windus Hand ab und ermöglicht Sidious die Flucht. Damit fällt seine Entscheidung endgültig: Anakin schwört Sidious die Treue, erhält den Namen Darth Vader und marschiert mit der 501. Klonlegion in den Jedi-Tempel, wo er alle Jedi, einschließlich der Jünglinge, tötet. Zeitgleich erteilt Sidious der gesamten Klonenarmee die Order 66 – die Vernichtung aller Jedi in der Galaxis.
Obi-Wan entkommt knapp, während Yoda seine Angreifer auf Kashyyyk überwältigt. Viele Jedi-Meister sterben, erschossen von den Soldaten, denen sie selbst zuvor Befehle erteilt hatten. Senator Bail Organa flieht entsetzt, während Palpatine im Senat die Geburt des ersten Galaktischen Imperiums verkündet – unter dem Jubel der Versammlung. Darth Vader reist auf Sidious’ Befehl nach Mustafar, um die verbliebenen Separatistenführer zu töten. Yoda stellt sich Palpatine im Senat zum Duell, muss sich jedoch nach einem erschöpfenden Kampf zurückziehen.
Padmé folgt Anakin nach Mustafar, begleitet von Obi-Wan, der sich versteckt hält. Als Anakin glaubt, sie habe ihn verraten, würgt er sie kurz, bevor er sich Obi-Wan zum finalen Duell stellt. Nach einem langen Kampf trennt Obi-Wan Anakin die Beine und den verbliebenen Arm ab, kann ihn aber nicht töten. Vader verbrennt am Rand eines Lavaflusses, bis Palpatine ihn rettet und nach Coruscant bringt. Padmé stirbt nach der Geburt der Zwillinge Luke und Leia. Luke wird den Lars auf Tatooine, Leia der Familie Organa auf Alderaan anvertraut. Yoda geht ins Exil nach Dagobah, während Vader seine ersten Schritte als Diener des Imperiums macht und der Bau des Todessterns beginnt – das Ende einer Ära zeichnet sich ab.
Filmkritik und Fazit zum Film „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“
„Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ zeigt Anakins Fall, der finster und dramatisch zugleich wirkt. Obwohl Lucas die Trilogie abschließt, fehlt nicht die erzählerische Wucht. Gleichzeitig liefert Ian McDiarmid eine nuancierte Darbietung als Palpatine, die stark wirkt. Hayden Christensen bleibt begrenzt, gewinnt jedoch durch physische Momente zunehmend Wirkung. Besonders beim Anlegen des Anzugs zeigt sich seine Transformation deutlich.
Darüber hinaus bewegt sich die Bildsprache im Film zwischen Panorama und CGI, das gelegentlich stört. Außerdem beeindruckt die Raumschlacht über Coruscant visuell sowie klanglich enorm. John Williams’ Partitur trägt zudem die emotionalen Szenen zuverlässig und kraftvoll. Während Anakin Padmé aus der Ferne betrachtet, entsteht stille, dichte Spannung. Schließlich überdehnt das Finale auf Mustafar das Spektakel fast vollständig.
Für Fans der Saga ist dieser Film ein notwendiger Abschluss – einer, der die Lücken schließt und den Übergang zur Originaltrilogie mit emotionalem Gewicht versieht. Er ist kein Meisterwerk, aber der ehrlichste Film, den Lucas mit der Prequel-Trilogie abgeliefert hat. Wer bereit ist, die Schwächen des Mittels gegen die Stärke des Moments zu wiegen, findet hier das, was die Star Wars Saga seit „Episode I“ versprochen hatte: den Augenblick, in dem das Licht erlischt.