Was ist Liebe wert – Materialists

Das Drama und zugleich romantische Werk „Was ist Liebe wert – Materialists“ setzt an einem Punkt an, an dem gesellschaftliche Erwartungen und persönliche Sehnsüchte unauflösbar ineinander greifen. Inmitten einer Großstadt, die Status und Erfolg zum Maßstab erhebt, untersucht der Film das Spannungsfeld zwischen Idealbildern und der Suche nach Nähe. Dabei steht nicht nur der Wunsch nach Sicherheit im Zentrum, sondern auch die ständige Verhandlung von Authentizität.

Was ist Liebe wert - Materialists
Dauer: 109 Min.
FSK: R (US)
Jahr: 2025
Kategorien: Drama, Romantik
Regie: Celine Song
Produzenten: Pamela Koffler, David Hinojosa, Christine Vachon, Celine Song
Hauptdarsteller: Dakota Johnson, Chris Evans, Pedro Pascal
Nebendarsteller: Zoë Winters, Marin Ireland, Dasha Nekrasova, Emmy Wheeler
Studio: A24, Killer Films, 2AM, IPR.VC, Access Entertainment

Die Handlung zeigt Lucy, die als Partnervermittlerin für andere Paare arbeitet und zugleich ihre eigenen Gefühle ordnet. Zwischen Harry, einem wohlhabenden Finanzmann, und John, ihrem früheren Partner, muss sie neue Wege finden. Parallel gerät ihr berufliches Umfeld durch eine Klage unter Druck und zwingt sie zu Entscheidungen, die privat und geschäftlich ineinandergreifen. Kann eine Balance zwischen Anspruch und Wirklichkeit bestehen?

Besetzung, Regie und Drehorte

Was ist Liebe wert – Materialists“ erschien 2025 und zählt zum Genre Drama und Romantik. Regie und Drehbuch übernahm Celine Song, während David Hinojosa, Pamela Koffler und Christine Vachon produzierten. Die Kamera führte Shabier Kirchner, der auf 35 mm drehte, den Schnitt verantwortete Keith Fraase. Die Musik komponierte Daniel Pemberton, ergänzt durch Beiträge von Japanese Breakfast und Baby Rose. Der Film erhielt eine FSK-0-Freigabe und dauert 109 Minuten.

In den Hauptrollen spielen Dakota Johnson als Lucy, Chris Evans als John und Pedro Pascal als Harry Castillo. Weitere Rollen übernahmen Zoe Winters als Sophie, Sawyer Spielberg als Mason, Dasha Nekrasova als Daisy, Marin Ireland als Violet sowie Louisa Jacobson als Charlotte.

Die Dreharbeiten fanden zwischen April und Juni 2024 überwiegend in New York statt. Gedreht wurde unter anderem in Manhattan, Brooklyn Heights, Sunset Park und im West Village. Eine Szene entstand zusätzlich in Durango, Mexiko. Der US-Kinostart erfolgte am 13. Juni 2025, in Deutschland lief der Film am 21. August 2025 an. Bis Ende August 2025 spielte er weltweit 103,5 Millionen US-Dollar ein.

Handlung & Inhalt vom Film „Was ist Liebe wert – Materialists“

Lucy Mason arbeitet in New York als Partnervermittlerin bei Adore. Obwohl sie beruflich erfolgreich ist, empfindet sie Frust über die unrealistischen Erwartungen ihrer Kunden. Besonders Sophie weigert sich, Kompromisse einzugehen, was zu Spannungen führt. Auf einer Hochzeit, die sie mitorganisiert hat, beruhigt Lucy die verunsicherte Braut und hält das Fest am Laufen. Dort begegnet sie gleich zwei Männern aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart: dem Finanzexperten Harry Castillo, der sofort Interesse zeigt, und ihrem Exfreund John Finch, der als Kellner arbeitet und weiterhin Schauspieler werden möchte.

Harry umwirbt Lucy beharrlich und lädt sie in luxuriöse Restaurants ein. Sie zweifelt anfangs, ob er es ernst meint, doch seine Beständigkeit überzeugt sie. Bald gehen die beiden eine Beziehung ein, und Lucys neue Zuversicht überträgt sich auch auf ihren Beruf. Zugleich trifft John erneut auf sie, wodurch alte Erinnerungen aufflammen. Doch die Idylle bricht, als Sophies Match Mark übergriffig wird und sie die Agentur verklagt. Lucys Chefin Violet weist ihr die Schuld indirekt zu und schickt sie für mehrere Wochen in eine Zwangspause, ohne Kontakt zu Sophie aufzunehmen.

Neuanfang zwischen Liebe und Verantwortung

Lucy kann ihre Schuldgefühle nicht verdrängen und sucht Sophie trotzdem auf. Die Begegnung endet in einem heftigen Streit, bei dem Sophie sie als skrupellos bezeichnet. Die angespannte Situation begleitet Lucy auch in ihrer Beziehung zu Harry. Als sie mit ihm nach Island reisen will, entdeckt sie ein Verlobungsring in seinem Gepäck und erfährt von seiner kostspieligen Beinverlängerung. Obwohl sie seine Beweggründe versteht, wird ihr klar, dass beide nur ein Idealbild verfolgen. Die Beziehung endet einvernehmlich, da Liebe zwischen ihnen fehlt. Lucy bleibt unsicher zurück und sucht Nähe bei John.

John bietet ihr Unterstützung an, und die beiden verbringen gemeinsame Zeit außerhalb der Stadt. Bei einem ungeplanten Hochzeitsbesuch küssen sie sich, doch Lucy zögert, eine neue Bindung einzugehen. John gesteht, dass er sie trotz aller Probleme immer geliebt hat, während Lucy ihre früheren Vorbehalte über seine finanzielle Situation eingesteht. Kurz darauf erreicht Lucy ein Hilferuf von Sophie, die erneut von Mark bedroht wird. Gemeinsam mit John eilt sie zu ihr, beruhigt die Freundin und unterstützt sie dabei, rechtliche Schritte einzuleiten. Damit entsteht eine neue Vertrauensbasis zwischen Lucy und Sophie.

Am Ende konsolidiert Lucy ihr Leben neu. Sophie fasst wieder Mut und beginnt eine neue Beziehung, während Harry als Klient bei Adore weitermacht. Violets Angebot, die Leitung der New Yorker Filiale zu übernehmen, zwingt Lucy zur Entscheidung über ihre berufliche Zukunft. Sie denkt an einen Rückzug, erwägt jedoch die Position. Privat findet sie Klarheit: In Central Park macht John ihr mit einem improvisierten Ring einen Antrag, den sie annimmt. Beide beschließen, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, auch wenn Unsicherheiten bleiben. Der Abspann zeigt glückliche Paare beim Erhalt ihrer Ehedokumente.

Fazit & Kritiken zum Film „Was ist Liebe wert – Materialists“

Was ist Liebe wert – Materialists“ zeichnet ein kritisches Bild moderner Beziehungen, in denen Liebe und Status sich vermischen. Lucy agiert als Partnervermittlerin im anspruchsvollen New York, doch ihre Rolle gerät durch berufliche und private Konflikte ins Wanken. Die Begegnung mit Harry, dessen Perfektion sie fasziniert, und mit John, ihrem emotional verlässlicheren Ex, zwingt sie zur Reflexion. In dieser Dreiecksbeziehung vermischt sich Intimität mit kalkuliertem Begehren. Der Film nutzt das urbane Umfeld, um innere Spannungen zu spiegeln, ohne übertriebene Dramatik oder sentimentale Effekte einzusetzen.

Die Handlung gewinnt durch Wendungen an Tiefe. Sophies Klage gegen die Agentur provoziert Lucys Selbstzweifel über Verantwortung und Ethik. Harrys geheime Operation offenbart eine Fassade von Kontrolle und Unsicherheit. Lucy zieht sich zunächst zurück, analysiert ihr Beziehungsdenken und strebt schließlich nach Authentizität. Der Konflikt zwischen Erwartungen und Emotion öffnet Räume für Entwicklung. Ihre Entscheidung gegen Harry bleibt konsequent, weil sie die Liebe über Normen stellt. John tritt als Kompagnon in den Vordergrund, gleichzeitig zeigt er Standhaftigkeit trotz begrenzter Mittel. Die Figuren entwickeln sich über Dialoge, Blickwechsel und Momentaufnahmen, nicht durch platte Erkenntnisse.

Die visuelle Gestaltung wirkt klar und präzise. Die Kameraführung unterstützt innere Zustände durch Komposition und angemessene Nähe. Der Tonfall bleibt nüchtern, die Szenen brauchen kaum Überleitungen. Die Besetzung bietet solide Leistungen, Lucy steuert das emotionale Zentrum. Für Zuschauer, die romantische Stoffe mit rationalem Anspruch schätzen und ein Interesse an konstruktivem Konflikt in Liebesgeschichten haben, erweist sich dieser Film als lohnenswertes, handwerklich überzeugendes Werk.

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