Alzheimer ist eine Krankheit, die keine Dramatik braucht – sie ist bereits in sich dramatisch. Was ein Film darüber leisten kann, ist nicht die Erschütterung, sondern die Nähe: das Gefühl, einem Menschen dabei zuzusehen, wie er sich selbst verliert, ohne es ganz zu merken. Til Schweiger hat mit „Honig im Kopf" genau das versucht – eine Geschichte über Verlust, Enkelsein und die seltsame Zärtlichkeit zwischen Generationen.
Wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die gesellschaftlich weiter nicht voneinander entfernt sein könnten, entsteht entweder ein sozialpädagogisches Lehrstück oder ein lebendiger Film. „Ziemlich beste Freunde" ist eindeutig Letzteres. Das Regieduo Nakache und Toledano adaptierte die wahre Geschichte des Tetraphlegikers Philippe Pozzo di Borgo und seines Pflegers Abdel Yasmin Sellou mit großem Gespür für das Komische im Tragischen – und umgekehrt.
Ein alter Mann, ein Rollator, eine Fähre über den Ärmelkanal – und dahinter sieben Jahrzehnte Erinnerung. Bernard Jordan war 89 Jahre alt, als er sich 2014 heimlich aus seinem Altersheim davonstahl, um an den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des D-Days teilzunehmen. Oliver Parker hat diese wahre Geschichte verfilmt – mit Michael Caine und Glenda Jackson in ihren letzten Rollen. Was bleibt, wenn das Leben sich seinem Ende nähert, und was treibt einen Menschen dazu, noch einmal loszugehen?
"The Life of Chuck" folgt einem Mann vom Sterbebett bis in seine Schulzeit – rückwärts erzählt. Während sich die Welt um ihn auflöst, bleibt Raum für einen Straßentanz, ein verletztes Kinderherz und einen geheimnisvollen Dachboden. Der Film setzt alltägliche Momente in einen größeren Zusammenhang und stellt Erinnerungen an erste Tänze und letzte Worte in den Mittelpunkt.
"Nichts zu verschenken" folgt François Gautier, einem extrem sparsamen Violinisten, dessen Leben durch die Ankunft seiner unbekannten Tochter Laura und die Beziehung zu seiner Kollegin Valérie auf den Kopf gestellt wird. Diese Ereignisse zwingen ihn, seine Einstellung zu Geld und persönlichen Beziehungen zu überdenken, was zu unerwarteten Wendungen führt.