Videospielverfilmungen haben es schwer – sie müssen ein Publikum überzeugen, das die Vorlage kennt und liebt, und gleichzeitig jene abholen, die das Spiel nie berührt haben. Uwe Bolls Interpretation des Crytek-Klassikers aus dem Jahr 2004 entschied sich für einen dritten Weg: Sie ignorierte beide Zielgruppen gleichermaßen. Mit einem Budget von 34 Millionen Euro, Til Schweiger in der Hauptrolle und einem Drehort in den Wäldern Kanadas – statt auf einer tropischen Insel – stellt sich die Frage: Was blieb von „Far Cry" am Ende wirklich übrig?