Sie putzt die Wohnungen reicher Leute – und erbt dabei nebenbei die Erde. Das klingt absurd, und „Jupiter Ascending" weiß das auch. Die Wachowskis haben 2015 eine Weltraumoper inszeniert, die sich weder um Genre-Konventionen noch um die Erwartungen ihres Publikums schert: opulentes Design, eine weibliche Heldin jenseits des Action-Klischees, ein galaktisches Erbfolge-Drama mit echter konzeptueller Tiefe. Ob das Experiment trotz aller Reibungsverluste trägt, lässt sich nicht mit einem Satz beantworten – oder doch?
Was passiert, wenn ein Mann, der sich für unverwundbar hält, plötzlich mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird? „Iron Man 2" aus dem Jahr 2010 stellt genau diese Frage – und versucht gleichzeitig, Action-Blockbuster, Charakterstudie und Franchise-Puzzlestück zu sein. Robert Downey Jr. spielt Tony Stark mit unnachahmlicher Lässigkeit, Mickey Rourke liefert einen Antagonisten mit echter Tragik.
"A Real Pain" zeigt die ungleichen Cousins David und Benji Kaplan, die Polen besuchen, um ihre Familiengeschichte zu erkunden. Während David Distanz wahrt, fordert Benji emotionale Offenheit ein. Ihre Konflikte eskalieren, als alte Wunden aufbrechen. Begegnungen mit der Reisegruppe und eindrucksvolle Orte stellen sie vor neue Herausforderungen. Die Vergangenheit zwingt sie, ihre Beziehung neu zu überdenken.