Ein englischer Waisenjunge, der sich als Jude verkleidet, um in Persien Medizin zu studieren – dieser Stoff klingt nach einem Abenteuer, das man nicht aus der Hand legen kann. Noah Gordons Weltbestseller fesselte in Deutschland mehr als sechs Millionen Leser, bevor Regisseur Philipp Stölzl ihn 2013 mit einem Budget von 26 Millionen Euro auf die Leinwand brachte. Zwei Welten, zwei Zeitalter, ein Held: Was macht dieser Film aus dem Stoff?
"Memoiren einer Schnecke" folgt Grace, die in den 1970er-Jahren nach dem Tod ihres Vaters von ihrem Zwillingsbruder getrennt wird. In Canberra wächst sie isoliert auf, während Gilbert in einer strengen Pflegefamilie lebt. Freundschaften, Verluste und unerwartete Wendungen prägen ihr Leben, bis ein Wiedersehen eine neue Richtung eröffnet.
"La La Land" zeigt zwei junge Menschen, die in Los Angeles ihren künstlerischen Träumen nachgehen. Mia versucht sich als Schauspielerin, Seb will einen Jazzclub eröffnen. Zwischen Auditions, Rückschlägen und musikalischen Auftritten entsteht eine Beziehung, die vom gemeinsamen Antrieb lebt. Doch je mehr sich beide beruflich weiterentwickeln, desto stärker geraten ihre persönlichen Ziele in Konflikt.
"Parthenope" zeigt den Werdegang einer Frau, die zwischen Privilegien, Tragödien und Selbstbestimmung ihren Platz sucht. Ihre Herkunft sichert ihr früh Stabilität, doch Begegnungen mit Macht, Ohnmacht und moralischer Ambivalenz erschüttern ihr Weltbild. Sie erlebt emotionale Brüche, hinterfragt Autoritäten und kämpft mit familiären Lasten, während sie versucht, einen Sinn im Chaos zu finden.
"I'm Still Here" zeigt das Schicksal von Rubens Paiva, der nach Jahren im Exil zurückkehrt und plötzlich verschwindet. Seine Frau Eunice kämpft gegen Behörden und das Militär, um Antworten zu finden. Jahre später wird die offizielle Wahrheit bekannt, doch die Verantwortlichen bleiben ungestraft. Während Eunice mit ihrer Familie lebt, bringt ein Fernsehbericht längst verdrängte Erinnerungen zurück.