Sieben Oscars, ein Bagel als Symbol des Nichts und eine Steuerprüfung, die zur Schlacht wird – „Everything Everywhere All at Once" entzieht sich jeder Schubladisierung. Daniel Kwan und Daniel Scheinert haben 2022 einen Film geschaffen, der Martial-Arts-Choreografien mit existenziellen Fragen verschränkt und dabei das Multiversum nicht als Marketing-Vehikel begreift, sondern als emotionalen Resonanzraum. Michelle Yeoh trägt diese Mehrfachexistenz mit einer Beiläufigkeit, die staunen lässt. Was bleibt von einem Werk, das alles gleichzeitig sein will?
Seit Jahren schwankt das Marvel Cinematic Universe zwischen Selbstbehauptung und Erschöpfung. Nun kommt ein Film, der diesen Widerspruch nicht löst, sondern feiert. Wade Wilson und Logan treffen im Multiversum aufeinander – zwei Figuren, die ihre Abschlüsse längst gefunden hatten und dennoch zurückgekehrt sind. Shawn Levy inszeniert dabei nicht einfach ein weiteres Franchise-Kapitel, sondern einen seltenen Fall: einen Blockbuster, der seinen eigenen Kalkül offen zur Schau stellt.
"Spider-Man: No Way Home" zeigt, wie Peter Parker nach der Enthüllung seiner Identität mit wachsendem Druck kämpft. Ein Zauber von Dr. Strange läuft aus dem Ruder, wodurch Gegner aus anderen Universen auftauchen. Gemeinsam mit zwei alternativen Spider-Men versucht Peter, die Kontrolle zurückzugewinnen. Dabei gerät er in moralische Konflikte, die persönliche Opfer fordern und seine Entwicklung spürbar beeinflussen.