Manche Filme leiden unter ihren Vorgängern. Nach dem Triumphzug von Chihiros Reise ins Zauberland stand Miyazakis nächstes Werk unter erdrückender Beobachtung. Das wandelnde Schloss erschien 2004 in den japanischen Kinos und teilte das Publikum. Die einen sahen ein verträumtes Meisterwerk, andere bemängelten die zerklüftete Dramaturgie. Beide hatten recht. Studio Ghibli liefert hier einen Film, der zwischen Märchen und Antikriegsstück schwankt, ohne sich für eine Seite zu entscheiden. Was passiert, wenn ein Animationsfilm bewusst seine eigenen Risse zeigt?