Neunzehn Jahre liegen zwischen dem letzten Kreuzzug und diesem Comeback. Eine halbe Ewigkeit im Kinogeschäft. Steven Spielberg und George Lucas wagten 2008 die Wiederbelebung einer der prägendsten Abenteuerreihen der Filmgeschichte, mit einem sichtlich gealterten Harrison Ford unter dem ikonischen Fedora. Die Ära der Nazi-Schergen ist vorbei, Sowjets und außerirdische Artefakte rücken ins Zentrum. Der vierte Teil wechselt das Jahrzehnt und damit seine gesamte ikonografische Grundlage.
Werner Herzogs Dokumentarfilm "Die Höhle der vergessenen Träume" ermöglicht einen exklusiven Blick auf die Chauvet-Höhle in Frankreich, wo prähistorische Kunstwerke verborgen sind. Dank einer Sondergenehmigung dokumentiert Herzog mit einem kleinen Team die ältesten bekannten Höhlenmalereien der Menschheit in 3D, um die Dimension und Textur dieser Kunst zu erfassen und zugleich über die Ursprünge menschlicher Kreativität nachzudenken.
In einer Performance, die so roh und kraftvoll ist wie die Landschaft, die sie umgibt, verkörpert Jürgen Vogel in "Der Mann aus dem Eis" den prähistorischen Ötzi. Dieses filmische Meisterwerk von Felix Randau ist ein Dialog-freies Drama, das die Reise eines Mannes durch die Brutalität und Schönheit der Natur erzählt. Der Film lässt die Alpen zum stummen Zeugen einer archaischen Welt werden, in der Vogel mit leidenschaftlicher Inbrunst kämpft. Es ist ein seltenes Kinoerlebnis, das den Zuschauer herausfordert, eine vergessene Zeit zu verstehen.