Steven Soderbergh hatte dem Kino 2013 den Rücken gekehrt – frustriert, desillusioniert, fertig mit dem Hollywoodbetrieb. Vier Jahre später kehrt er zurück, ohne sich dem System zu beugen: „Logan Lucky" entstand vollständig ohne Studiofinanzierung, mit einem Ensemble aus Superstars und echten NASCAR-Piloten, gedreht in den ärmsten Regionen der USA. Was dabei entstand, klingt nach einem Experiment – fühlt sich aber an wie ein Befreiungsschlag.
Ein Schurke, der Kinderballons zum Platzen bringt, und drei Waisenmädchen, die sich einen Vater wünschen – klingt nach einem unwahrscheinlichen Paar. Doch genau diese Unwahrscheinlichkeit ist das Herzstück von Illumination Entertainments erstem Animationsfilm "Ich – Einfach unverbesserlich". Was 2010 als freche Supervillainsatire startete, entwickelte sich zur erfolgreichsten Animationsfranchise des Jahrzehnts. Was macht diesen Film jenseits seiner Minion-Komik so dauerhaft anziehend?