Briefe sind eine aussterbende Kunstform – und genau darin liegt der eigentümliche Reiz dieser Geschichte. Zwei Menschen, getrennt durch Kontinente und Pflicht, versuchen eine Liebe zu erhalten, die nur auf Papier existiert. Nicholas Sparks hat daraus einen seiner erfolgreichsten Romane gemacht, Lasse Hallström daraus einen Film mit großen Ambitionen und einer zurückhaltenden Inszenierung. Was bleibt, wenn Worte nicht mehr reichen – und hält eine Liebe, die nie wirklich gelebt werden konnte?
Auswanderung ist ein Versprechen. Ein besseres Leben, neue Chancen, ein Neuanfang. Zugleich ist sie ein Verlust. Zurück bleiben Familie, Freunde, alles Vertraute. Im Jahr 1951 war dieser Verlust endgültig. Briefe brauchten Wochen, Telefonate waren selten, eine Rückkehr kaum denkbar. John Crowleys „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten" erzählt von einer jungen Irin, die den Atlantik überquert und zwischen zwei Welten gefangen bleibt. Kann man gleichzeitig an zwei Orten zu Hause sein?