Stuntleute retten Leben auf der Leinwand – und werden im echten Filmgeschäft kaum wahrgenommen. David Leitch, einst selbst in diesem Metier tätig, dreht dieses Verhältnis mit seinem Film konsequent um. „The Fall Guy" stellt diejenigen ins Zentrum, die sonst im Hintergrund bleiben, und tut das mit handwerklichem Ehrgeiz und echtem Affekt für sein Thema. Ryan Gosling und Emily Blunt verleihen dem Ganzen Leichtigkeit und Tiefe zugleich.
Was wäre, wenn die radikalste Lösung für die Ressourcenkrise der Erde so simpel wäre wie ein medizinischer Eingriff? In „Downsizing" spinnt Alexander Payne genau diesen Gedanken weiter – und führt ihn mit einer Konsequenz aus, die man von einem Science-Fiction-Film selten erwartet. Der Film folgt einem ganz gewöhnlichen Mann aus Nebraska, der das Außergewöhnliche wählt und dabei auf etwas stößt, das kein Werbeprospekt für die Miniaturwelt je versprochen hat.
Mit „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ ließ James Gunn 2014 mit einem sprechenden Waschbären und einem tanzenden Baum das gesamte Marvel Cinematic Universe hinter sich. Der erste „Guardians"-Film traf einen Nerv, den kaum jemand gesucht hatte – und den seitdem alle vermissen, sobald ein Sequel angekündigt wird. Drei Jahre später kehrte das Team zurück, mit neuem Vater, neuer Bedrohung und einem Mixtape Vol. 2. Kann ein Film, der sein Publikum bereits kennt, noch überraschen?
Der fesselnde Film "Besetzung, Regie und Drehorte" entführt die Zuschauer in die schillernde Welt von Luxus und Kriminalität. Unter der brillanten Regie von Sofia Coppola erleben wir die packende Geschichte des unauffälligen Marc und seiner Freundin Rebecca, die sich auf eine gefährliche Diebestour durch die glamourösen Villen der Reichen und Schönen von Los Angeles begeben. Gedreht an authentischen Orten rund um die Hollywood Hills, zeigt der Film wie schnell der Traum vom Luxus zum Albtraum werden kann.
Tim Burtons „Alice im Wunderland" aus dem Jahr 2010 markiert einen Wendepunkt im modernen Blockbuster-Kino. Der Film transformiert Lewis Carrolls literarische Vorlage in ein computeranimiertes Spektakel, das visuell überwältigt, narrativ jedoch konventionellen Genremustern folgt. Mit einem Budget von 200 Millionen Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von über einer Milliarde avancierte die Produktion zum kommerziellen Triumph. Mia Wasikowska, Johnny Depp und Helena Bonham Carter bevölkern ein digitales Wunderland, das zwischen künstlerischem Anspruch und Franchise-Logik changiert. Gelingt Burton die Balance zwischen märchenhafter Subversion und massentauglicher Unterhaltung, oder verschwindet Carrolls anarchischer Geist hinter der Greenscreen-Fassade?
Auswanderung ist ein Versprechen. Ein besseres Leben, neue Chancen, ein Neuanfang. Zugleich ist sie ein Verlust. Zurück bleiben Familie, Freunde, alles Vertraute. Im Jahr 1951 war dieser Verlust endgültig. Briefe brauchten Wochen, Telefonate waren selten, eine Rückkehr kaum denkbar. John Crowleys „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten" erzählt von einer jungen Irin, die den Atlantik überquert und zwischen zwei Welten gefangen bleibt. Kann man gleichzeitig an zwei Orten zu Hause sein?
Der Film Ich.Darf.Nicht.Schlafen (2014) ist mit den Charakterdarstellern Nicole Kidman und Colin Firth besetzt. Es geht um eine Frau, die unter einem ständigen Verlust des Kurzzeitgedächtnis leidet. Immer wenn sie geschlafen hat, sind über Nacht alle Erinnerungen weg. Nach und nach kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur.