Manche Filme altern. Andere werden Mythos. „Blues Brothers" gehört zur zweiten Kategorie und hat seit 1980 nichts von seiner kühlen Strahlkraft verloren. Zwei Männer in schwarzen Anzügen, eine ramponierte Limousine, eine göttliche Mission und die geballte Soul-Aristokratie eines ganzen Jahrzehnts. John Landis erfand mit diesem Werk eine eigene Bildsprache zwischen Slapstick, Musical und Verfolgungsjagd. Was diesen Film zum Klassiker macht und warum er bis heute so anziehend wirkt, lässt sich erst beim genauen Hinsehen erkennen.
Ein Concierge, der parfümiert durch den Untergang flaniert – das ist das Bild, das Wes Anderson in „Grand Budapest Hotel" entwirft. Der Film erschien 2014 und eröffnete die Berlinale mit einer Art traumhafter Präzision: alles stimmt, nichts ist echt, und genau darin liegt die Wahrheit. Vier Oscars, ein Golden Globe und ein Platz auf der BBC-Liste der bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts sprechen für sich. Was macht diesen Film so schwer vergessbar?
"The Ballad of Wallis Island" zeigt den Musiker Herb, der auf eine abgelegene Insel reist, um ein privates Konzert für einen exzentrischen Fan zu spielen. Dort trifft er überraschend auf seine ehemalige Partnerin Nell, mit der er einst ein Folk-Duo bildete. Alte Spannungen, unerledigte Gefühle und ein unehrlicher Gastgeber bringen die fragile Wiedervereinigung ins Wanken. Zwischen Chutney, Tennisschlägern und Musik zeigt sich, was von früher noch bleibt.