Halloween 1947, ein verwitterter Palazzo in Venedig, ein Medium, das mit Toten spricht – und Hercule Poirot, der das alles als Schwindel entlarven will. Kenneth Branagh inszeniert den dritten Teil seiner Poirot-Reihe als atmosphärischen Horrorkrimi, der sich weit von Agatha Christies Vorlage entfernt und stattdessen in okkulte Sphären vordringt. Hildur Guðnadóttirs unheimlicher Score und die verwinkelte Palazzo-Kulisse setzen den Ton. Kann Vernunft den Schrecken besiegen, wenn die Mauern selbst zu sprechen scheinen?
James Wan gilt als einer der prägenden Regisseure des modernen Geisterhorrors – mit „Insidious" schuf er 2011 einen Übernatürlichkeits-Thriller, der mit minimalen Mitteln maximalen Schrecken erzeugte. Zwei Jahre später kehrte er mit dem direkten Nachfolger "Insidious: Chapter 2" zurück, der dieselben Figuren in noch dunklere Gefilde führt und die Grenze zwischen Besessenheit und Identität verschwimmen lässt. Doch kann ein Sequel das Unbekannte des Originals ein zweites Mal beschwören?
Der Film "The Unholy" dreht sich um den Journalisten Gerry Fenn, der auf der Suche nach einer Story auf ein Mädchen trifft, das nach einem Wunder wieder hören und sprechen kann. Die Ereignisse eskalieren, als sich herausstellt, dass hinter dem Wunder eine dunklere Macht stecken könnte. Der Film versucht, die Themen Glaube, Aberglaube und das Übernatürliche zu erforschen, bleibt aber in seiner Ausführung hinter seinen Möglichkeiten zurück und verfällt oft in Genre-Klischees.