Es gibt Filme, die mit ihrer Zeit brechen, weil sie sich weigern, ihr zu gehorchen. Quentin Tarantinos kontrafaktisches Kriegsepos von 2009 gehört zu jenen Werken, die Geschichte nicht rekonstruieren, sondern sie nach eigenen Regeln neu schreiben. Frankreich im Zweiten Weltkrieg dient dabei als Bühne, auf der Sprache zur tödlichsten Waffe wird und das Kino selbst die entscheidende Rolle übernimmt. Kann ein Film die Vergangenheit korrigieren – und was sagt das über die Macht der Leinwand aus?