Ein Hotelzimmer in Belgrad, ein missglückter Zugriff, eine vernichtende Diagnose: So beginnt die Reise des alternden CIA-Agenten Ethan Renner in „3 Days to Kill" aus dem Jahr 2014. Kevin Costner verkörpert den sterbenden Profi als melancholischen Überlebenden zwischen Auftragsmord und Elternpflicht. Luc Bessons Handschrift prägt die europäische Atmosphäre, McGs Regie sorgt für handgemachte Action. Hailee Steinfeld und Amber Heard ergänzen den Cast mit sehr unterschiedlichen Frauenfiguren. Was macht diese ungewöhnliche Verbindung aus Familiendrama und Spionage-Thriller zu einem sehenswerten Genre-Experiment?
Franchises kehren selten gut zurück, wenn zu lange gewartet wurde. „Men in Black 3" versuchte es dennoch – nach einem Jahrzehnt Stillstand, einem problematischen Drehabbruch und einem Drehbuch, das bis in die Produktion hinein umgeschrieben wurde. Dass dabei ein Film entstand, der seinen Vorgänger deutlich übertrifft und gleichzeitig eine echte emotionale Erzählung über Verlust und Loyalität entwickelt, grenzt an eine Produktionswundergeschichte.