Als Tom Cruise 1996 die Fernsehserie „Kobra, übernehmen Sie!" auf die Kinoleinwand brachte, tat er dies nicht als stille Verbeugung vor einem alten Stoff. Er wollte etwas Größeres: einen Agententhriller, der nicht nur unterhält, sondern bleibt. Regisseur Brian De Palma, damals bereits ein Veteran des amerikanischen Autorenkinos, gab dem Projekt seine eigenwillige visuelle Sprache. Was entstand, war mehr als ein Blockbuster. War es auch mehr als De Palmas letztes großes Aufbäumen?
Valentinstag, zwei rivalisierende CIA-Agenten und eine Frau, die von alledem keine Ahnung hat – klingt nach einer Prämisse, die entweder als smarter Hochglanz-Spaß aufgeht oder als überladener Genremix scheitert. McG, der mit „Drei Engel für Charlie" bewies, dass er Tempo und Ironie beherrscht, wagte 2012 mit „Das gibt Ärger" einen erneuten Balanceakt. Chris Pine, Tom Hardy und Reese Witherspoon stehen im Mittelpunkt, doch die eigentliche Hauptfigur ist das Konzept selbst.