Ein kleinstädtischer Autoverkäufer, zwei dilettantische Kriminelle und eine hochschwangere Polizistin mit unaufgeregtem Blick. Die Coen-Brüder inszenieren 1996 mit „Fargo" eine schwarze Komödie, die Kriminalfilm, Milieustudie und stille Charakterposse ineinanderblendet. Schnee deckt die Landschaft zu, während unter der Oberfläche des freundlichen Mittleren Westens Gier, Panik und Gewalt aufbrechen. Roger Deakins' Kamera und Frances McDormands Oscar-prämierte Darstellung verleihen dem Film seine besondere Tonalität. Was macht „Fargo" auch nach drei Jahrzehnten noch zu einem Maßstab des Genres?