Manche Filme erzählen ihre Geschichte. Andere drängen sie ihrem Publikum unter die Haut. Alfonso Cuaróns dystopischer Thriller aus dem Jahr 2006 entwirft ein Großbritannien, in dem seit fast zwei Jahrzehnten kein Kind mehr geboren wurde – und macht aus diesem stillen Untergang eine der eindringlichsten Bildsprachen des jüngeren Kinos. Zwischen Polizeistaat, Flüchtlingslagern und der schmalen Hoffnung auf ein einziges ungeborenes Leben verhandelt der Film, was vom Menschsein bleibt, wenn die Zukunft verstummt. Wie überlebt man in einer Welt ohne Nachkommen?
Jean-Claude Van Damme gegen Raúl Juliá, ein Elitetrupp gegen einen größenwahnsinnigen Diktator, dazu Kylie Minogue in Uniform – die Zutatenliste klingt nach einer der kuriosesten Besetzungen der Neunziger. Steven E. de Souza übertrug Capcoms erfolgreichen Kampfspiel-Klassiker 1994 auf die Leinwand und schuf ein eigenwilliges Genre-Konstrukt zwischen Kriegsfilm und Arcade-Fantasie. Der Film startete weltweit und avancierte trotz massiver Fan-Kritik zum profitablen Kassenerfolg. Raúl Juliá spielte hier eine seiner letzten Rollen.
Ein Korse an der Spitze Frankreichs, ein Soldat als Kaiser, ein Liebender auf dem Schlachtfeld: Napoleon Bonaparte entzieht sich bis heute einfachen Einordnungen. Ridley Scott hat das offenbar nie abgeschreckt – im Gegenteil. Mit einem Budget von bis zu 200 Millionen Dollar und Joaquin Phoenix in der Hauptrolle inszeniert er eine Biografie, die von den Wirren der Französischen Revolution bis zum Exil auf St. Helena reicht.