Ein zorniger Teenager, eine neue Schule im sonnigen Florida und ein unterirdisches Kampfturnier mit klingendem Namen: Jeff Wadlow servierte 2008 mit „The Fighters" eine Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Mixed-Martial-Arts-Spektakel. Der Film wollte zugleich prügeln und predigen, Adrenalin und Moral liefern, Youtube-Kultur und Mentorenmythos verweben. Zwischen Sean Faris als gebrochenem Helden, Djimon Hounsou als wortkargem Lehrmeister und Cam Gigandet als reichem Widersacher entstand ein Werk, das sein Genre neu vermessen wollte. Gelingt dieser Spagat zwischen Arthouse-Ambition und Kampfsport-Kino wirklich?
Fußball als Anlass, Gewalt als Ritual, Zugehörigkeit als Sucht – Lexi Alexander beschreibt in ihrem Regiedebüt ein Milieu, das sich dem einfachen Urteil entzieht. Die gebürtige Mannheimerin bringt eigene Erfahrungen aus Kampfsport und Subkultur mit. Elijah Wood spielt den Außenseiter, durch dessen Blick das Publikum die Green Street Elite kennenlernt. Charlie Hunnam verkörpert den widersprüchlichen Anführer zwischen Klassenzimmer und Straßenschlacht. Der Film aus dem Jahr 2005 ringt sichtbar um die richtige Distanz zu seinem Stoff. Gelingt ihm die Gratwanderung zwischen Milieustudie und Stilisierung?
"Fast & Furious 10" zeigt eine neue Eskalationsstufe innerhalb der bekannten Reihe. Dom Toretto gerät ins Visier von Dante Reyes, dessen Racheplan die Familie an ihre Grenzen führt. Gewaltige Actionsequenzen verbinden sich mit dichten Ortswechseln von Rom bis Los Angeles. Dabei verschmelzen Loyalität und Verrat zu einem explosiven Geflecht aus Gefahr, Konsequenz und unaufhaltsamer Bewegung.