Stell dir vor, du wachst auf einem Luxusraumschiff auf – allein, mitten im All, mit neunzig Jahren Reise noch vor dir. Genau das passiert Jim Preston in „Passengers", dem Science-Fiction-Drama von Morten Tyldum aus dem Jahr 2016. Was folgt, ist keine klassische Weltraumabenteuergeschichte, sondern etwas Selteneres: eine Reflexion über Isolation, Sehnsucht und moralische Verantwortung. Rodrigo Prietos Kamera macht das Raumschiff Avalon zu einem kühlen Wunderwerk der Einsamkeit.
Es gibt Filme, die ihren Anspruch klar benennen. Und es gibt Filme wie „Transformers: The Last Knight", die diesen Begriff schlicht umgehen. Michael Bay verbindet in seinem fünften Teil der Reihe mittelalterliche Sagenwelt mit kybernetronischer Mythologie, wirft Zweiten Weltkrieg und planetare Kollision in denselben Topf und dreht das Ganze in IMAX-3D. Ein Blockbuster, der seine eigene Maßlosigkeit feiert – mit 260 Millionen Dollar Budget und sechs Cutter-Händen am Schneidetisch. Was macht das mit einem Film?