Drei Stunden Laufzeit, ein Satellitenprojekt, ein abgelegenes Dorf in Uttar Pradesh und eine stille Liebesgeschichte: Ashutosh Gowariker wagt nach seinem oscarnominierten Erfolg „Lagaan" erneut den großen Wurf. Shah Rukh Khan spielt gegen sein romantisches Image an, Gayatri Joshi debütiert mit bemerkenswerter Zurückhaltung, und A. R. Rahman liefert einen seiner reifsten Filmscores. An der indischen Kinokasse floppte das Werk, international gilt es heute als Kultfilm. Was macht diese leise indische Heimatbeschwörung so besonders, dass sie ihrer Zeit voraus war?
Robert De Niro, Christopher Walken, Meryl Streep und John Cazale in einem einzigen Film, gedreht von einem Regisseur, der kurz zuvor noch als Geheimtipp galt. Michael Ciminos „Die durch die Hölle gehen" wurde 1978 zum Ereignis und bleibt bis heute eine Prüfung für Zuschauer, die bereit sind, sich auf seine ungewöhnliche Dramaturgie einzulassen. Der Film verweigert sich jeder Schlachtfeldroutine und zeigt stattdessen, was der Krieg mit den Wohnzimmern, Werkshallen und Ehen der Heimat anstellt. Welche Spuren hinterlässt dieses Werk in einer Gegenwart, die neue Kriege erlebt?
"Sentimental Value" spielt in einem traditionsreichen Haus, das nach einem Todesfall erneut zum Zentrum familiärer Spannungen wird. Der Regisseur Gustav möchte ein Drehbuch realisieren, in dem persönliche Traumata eine zentrale Rolle spielen. Die geplante Besetzung sorgt für Konflikte. Erst durch einen inneren Perspektivwechsel gelingt es der Familie, einander neu zu begegnen durch Kunst, Erinnerung und stilles Verständnis.
Dass gute Filme sowie Horrorstreifen oft auch aus dem amerikanischen Raum kommen, beweist seit vielen Jahren die Scream-Reihe. Im Jahr 2011 kam in Deutschland mit „Scream 4“ eine gelungene Fortsetzung der vorherigen Teile heraus. Mit einer Lesereise beginnt dieser unterhaltsame Streifen und mündet anschließend in einem skurrilen Handlungsablauf, wie immer.