Es gibt Filme, die ihren Anspruch klar benennen. Und es gibt Filme wie „Transformers: The Last Knight", die diesen Begriff schlicht umgehen. Michael Bay verbindet in seinem fünften Teil der Reihe mittelalterliche Sagenwelt mit kybernetronischer Mythologie, wirft Zweiten Weltkrieg und planetare Kollision in denselben Topf und dreht das Ganze in IMAX-3D. Ein Blockbuster, der seine eigene Maßlosigkeit feiert – mit 260 Millionen Dollar Budget und sechs Cutter-Händen am Schneidetisch. Was macht das mit einem Film?
2017 trat „Justice League" mit dem Versprechen an, das DC Extended Universe auf ein neues Niveau zu heben. Sechs Superhelden, ein gemeinsamer Feind, ein riesiges Budget. Was auf der Leinwand ankam, war ein Film, der unter dem Gewicht seiner eigenen Entstehungsgeschichte schwankte: Regisseurwechsel, Studio-Diktate, erzwungene Umschnitte. Dass dennoch einzelne Funken zünden, verdankt sich vor allem dem Ensemble. Was steckt wirklich hinter diesem viel diskutierten Superheldenfilm?