17 Again – Back to High School

Der Wunsch, die Zeit zurückdrehen zu können, gehört zu den hartnäckigsten Fantasien des modernen Kinos. „17 Again – Back to High School“ nimmt diese Sehnsucht beim Wort – und entscheidet sich dann, sie zu unterlaufen. Regisseur Burr Steers inszeniert keine nostalgische Fluchtgeschichte, sondern ein komödiantisches Plädoyer für das Leben, das man bereits hat. Das klingt nach konservativem Lehrstück, funktioniert im Zusammenspiel mit einem charismatischen Ensemble jedoch überraschend leichtfüßig.

17 Again - Back to High School
Dauer: 98 Min.
FSK: PG-13 (US)
Jahr: 2009
Kategorien: Komödie
Regie: Burr Steers
Produzenten: Jennifer Gibgot, Adam Shankman
Hauptdarsteller: Zac Efron, Leslie Mann, Thomas Lennon
Nebendarsteller: Michelle Trachtenberg, Sterling Knight, Matthew Perry, Tyler Steelman
Studio: New Line Cinema, Offspring Entertainment

Hollywood hat das Body-Switch-Genre in zahllosen Variationen durchgespielt: jünger, älter, weiblicher, männlicher. Was bleibt, wenn man das Genre-Gerüst beiseitelegt, ist stets dieselbe Frage: Würde man es wirklich anders machen? „17 Again“ stellt sie einem Mann, der darauf die falsche Antwort zu kennen glaubt – doch am Ende des Films hat er eine bessere gelernt. Was macht diesen Stoff im Jahr 2009 zu mehr als einem Déjà-vu des Körpertausch-Kinos?

Besetzung, Regie und Drehorte

17 Again – Back to High School“ entstand unter der Regie von Burr Steers nach einem Drehbuch von Jason Filardi. Die Produktion übernahmen Adam Shankman und Jennifer Gibgot, die Musik komponierte Rolfe Kent, dessen Score in den Skywalker Sound Studios aufgenommen wurde. Tim Suhrstedt führte die Kamera, den Schnitt verantwortete Padraic McKinley. Die Produktionskosten lagen bei geschätzten 20 Millionen US-Dollar; weltweit spielte der Film rund 136 Millionen Dollar ein.

Die Hauptrolle des Mike O’Donnell teilen sich Matthew Perry als frustrierter Enddreißiger und Zac Efron als seine verjüngte Version. Leslie Mann spielt Mikes Noch-Ehefrau Scarlet, Michelle Trachtenberg die Tochter Maggie, Sterling Knight den Sohn Alex. Thomas Lennon übernimmt die Rolle des exzentrischen Millionärs und besten Freundes Ned Gold, Melora Hardin die der Schuldirektorin Jane Masterson. Brian Doyle-Murray ist als rätselhafter Hausmeister zu sehen, der den magischen Wandel auslöst.

Der Film erhielt in Deutschland die Altersfreigabe FSK 0 und die Bewertung „wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW. Zac Efron wurde 2009 beim Teen Choice Award in drei Kategorien ausgezeichnet, darunter als bester Comedy-Darsteller. Beim MTV Movie Award und den Kids‘ Choice Awards folgten weitere Nominierungen. In Deutschland startete der Film am 14. Mai 2009.

Handlung & Inhalt vom Film „17 Again – Back to High School“

Der Film beginnt 1989 an der Hayden High School, wo der 17-jährige Mike O’Donnell steht, kurz davor sein Leben erfolgreich auszurichten. Gleichzeitig ist er Star des Basketball-Teams, und ein College-Scout beobachtet ihn aufmerksam von der Tribüne. Außerdem scheint ein Stipendium greifbar nahe, wodurch seine Zukunft vielversprechend wirkt. Sekunden vor dem entscheidenden Spiel erfährt er jedoch, dass seine Freundin Scarlet schwanger ist. Deshalb verlässt er die Halle und entscheidet sich für Scarlet und das Kind, gegen seine Karriere.

Zwanzig Jahre später ist Mike 37 Jahre alt und emotional festgefahren. Zwar lebt er noch, doch seine Ehe mit Scarlet ist gescheitert, da sie sich belastet fühlt. Zudem hat sie die Scheidung eingereicht, weil Mike sie für seine verpasste Karriere verantwortlich macht. Gleichzeitig hat er kaum Kontakt zu seinen Kindern Maggie und Alex. Außerdem verliert er seinen Job trotz guter Leistungen nach einem Streit. Schließlich zieht er zu seinem Freund Ned Gold, einem exzentrischen Tech-Millionär.

Zweite Chance, neue Verantwortung

Auf dem Weg zur alten High School trifft Mike schließlich auf einen geheimnisvollen Hausmeister. Als er diesen auf einer Brücke sieht, springt er hinterher und fällt in einen magischen Strudel. Danach erwacht er im Körper seines 17-jährigen Ichs. Folglich wird er unter dem Namen Mark Gold an der Schule eingeschrieben. Obwohl er zunächst seine Jugend nachholen will, erkennt er bald die Probleme seiner Kinder.

Daraufhin hilft er seinem Sohn Alex beim Basketballteam und unterstützt seine Tochter Maggie. Außerdem versucht er, wieder Nähe zu Scarlet aufzubauen. Gleichzeitig entwickelt Ned Gefühle für Schuldirektorin Jane Masterson. Zusätzlich verbringen sie Zeit miteinander und entdecken gemeinsame Interessen. Allerdings scheitert ein romantischer Abend durch eine spontane Party. Schließlich küsst Mark Scarlet, wird jedoch sofort zurückgewiesen.

Im Scheidungsprozess liest Mark einen Brief von Mike vor, der Liebe und Loslassen ausdrückt. Dadurch verschiebt Scarlet die Scheidung. Beim entscheidenden Spiel erkennt sie schließlich Mike hinter Marks Verhalten. Deshalb verlässt sie die Halle, während Mike dieselbe Entscheidung wie früher trifft. Schließlich gibt er den Ball an seinen Sohn weiter und folgt Scarlet. Am Ende wird er wieder er selbst, und übernimmt später das Basketballteam als Trainer.

Filmkritik und Fazit zum Film „17 Again – Back to High School“

17 Again – Back to High School“ verdankt seinen Unterhaltungswert weniger dem Drehbuch als dem Ensemble, das Jason Filardis vorhersehbare Konstruktion trägt. Zac Efron zeigt hier erstmals, dass er mehr kann als Musicalglanz: Er spielt einen Erwachsenen im Teenagerkörper mit feiner körpersprachlicher Differenzierung, ohne die Komik zu übertreiben. Die Sequenz, in der er als Teenager seiner eigenen Noch-Ehefrau gegenübersteht und die Situation kaum verbergen kann, gelingt ihm mit echtem komödiantischem Gespür. Matthew Perry hat weniger Leinwandzeit, nutzt sie aber präzise für einen Frustrations-Typ, der glaubwürdig wirkt.

Das Timing des Films ist solide, ohne brillant zu sein. Burr Steers hält das Tempo gleichmäßig, ohne große inszenatorische Akzente zu setzen; Kamera und Schnitt dienen der Geschichte, ohne sie zu prägen. Was den Rhythmus tatsächlich trägt, ist Thomas Lennon als Ned Gold: Er findet in jeder Szene den genauen Punkt zwischen Albernheit und Herzlichkeit, und seine Annäherungsversuche an die Schuldirektorin – von verfehlter Kostümwahl bis zum gemeinsamen Tolkien-Abend – gehören zu den stärksten Momenten des Films. Rolfe Kents Score bewegt sich unauffällig im Hintergrund; der Soundtrack mit Kooks, Cat Power und Kenny Loggins gibt dem Film seine zeitliche Verortung.

„17 Again“ ist kein Film, der seine Genre-Grenzen auslotet. Er bleibt, was er sein will: eine komödiantische Feel-Good-Geschichte mit einem überzeugenden Hauptdarsteller und einem Sidekick, der das Ganze überstrahlt. Für Liebhaber leichter Körpertausch-Komödien, die auf Sentiment und Charme mehr setzen als auf Originalität, bietet der Film zwei unterhaltsame Stunden ohne Enttäuschungsrisiko.

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